Kinder angeln gefährliche Munition

Mit Magnet aus dem Teich gefischt

Kinder angeln gefährliche Munition

Kinder haben einen gefährlichen Fund gemacht: Mit einem Magnet haben sie alte Kriegsmunition aus einem Teich gefischt.

Finger weg von alter Munition

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 11.11.2019 03:29 Min. Verfügbar bis 17.11.2020 WDR 5 Von Jana Magdanz

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Am Wochenende sind Kinder beim Spielen in eine gefährliche Situation gekommen. Das hatte mit alter Munition zu tun. Die Kinder haben schnell geahnt, dass etwas nicht stimmt und die Polizei gerufen.

Alte Kriegsmunition ist immer noch sehr explosiv

Drei Kinder haben in der thüringischen Stadt Gotha mit einem starken Magneten gespielt. Echte Fische kann man mit einem Magneten natürlich nicht angeln, aber vielleicht einen Schatz oder ein altes verrostetes Fahrrad. Das hatten die Kinder vermutlich auch vor. Tatsächlich kam dann aber alte, verrostete Munition ans Tageslicht. Patronen und Granaten können aber auch noch vielen Jahrzehnten noch explodieren.

Je älter, desto gefährlicher

Je älter Geschosse sind, desto eher explodieren sie einfach. Pulver und Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg wird leider nicht schlecht und funktioniert heute, nach über 70 Jahren immer noch genauso verheerend wie im Krieg – also dieses Zeug macht alles im Umkreis kaputt. Deshalb ist es wichtig, mit sowas nicht zu spielen, nicht danach zu suchen, und wenn man trotzdem zufällig was entdeckt hat, gleich die Polizei zu rufen.

Alte Bomben entschärfen

Entschärfer beim Kampfmittelräumdienst haben einen sehr gefährlichen Job. Denn immer noch werden alte Bomben und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Und die müssen kaputt gemacht werden.

Ein Entschärfer verlädt eine entschärfte Bombe

Wenn alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, dann rückt der Kampfmittelräumdienst an. Die Entschärfer müssen dann ganz vorsichtig, die Bombe entschärfen.

Wenn alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, dann rückt der Kampfmittelräumdienst an. Die Entschärfer müssen dann ganz vorsichtig, die Bombe entschärfen.

Obwohl der Zweite Weltkrieg schon über 70 Jahre vorbei ist, werden auf Baustellen für zum Beispiel Wohnhäuser noch häufig alte Bomben entdeckt.

Die Baustelle wird dann sofort geräumt und der Kampfmittelräumdienst legt ganz vorsichtig die Bombe frei, um arbeiten zu können.

Für ihre Arbeit benutzen die Entschärfer Spaten, aber auch Metallsonden, um noch mehr Munition oder Bombenteile im Boden zu finden.

Bevor die Entschärfung beginnen kann, müssen die Anwohner in der Nähe ihre Häuser verlassen. Falls mal was schief geht, soll niemand verletzt werden. Deshalb sperrt die Polizei die Straßen ab.

Nach der erfolgreichen Entschärfung wird die Bombe entsorgt. So eine Bombe wiegt um die 500 Kilo - halb so viel wie ein kleines Auto.

Damit die Arbeit der Entschärfer noch sicherer wird, gibt es in Hamburg inzwischen einen Roboter, der auch alte Bomben entschärfen kann. Dann muss sich gar kein Mensch mehr den alten Waffen nähern.

Was für eine Zerstörungskraft alte Weltkriegsbomben noch haben, zeigte sich im vergangenen Sommer auf einem Feld in Hessen. Dort hatte sich eine Bombe in der Erde selbst entzündet. Es entstand ein riesiger Krater. Zum Glück war niemand in der Nähe.

Falls ihr den Verdacht habt, eine alte Bombe, Munition oder Teile davon entdeckt zu haben, ruft sofort die Polizei oder Feuerwehr! Fasst nichts an und verlasst den Fundort! Alte Munition kann sehr gefährlich sein!

Stand: 18.11.2019, 16:38

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