Obdachlose demonstrieren vor berühmter Pariser Kirche

Obdachlose demonstrieren vor berühmter Pariser Kirche

Vor der weltberühmten Kirche Notre-Dame in der französischen Hauptstadt Paris haben gestern obdachlose Menschen demonstriert – und zwar für ein Dach über ihrem Kopf.

Vor einer Woche war das Dach der Kirche durch ein Feuer zerstört worden. Die Obdachlosen haben gestern gerufen: "Notre-Dame braucht ein Dach. Wir auch".

"Notre-Dame braucht ein Dach. Wir auch"

Auf Plakaten, die sie hochhielten stand außerdem drauf: "Eine Milliarde Euro für Notre-Dame. Nichts für die Obdachlosen." Nach dem Brand der Kathedrale hatten nämlich unter anderem große Firmen und reiche Franzosen hunderte Millionen Euro gespendet, damit die Kirche wieder aufgebaut werden kann.

Was ist wichtiger: Menschen oder ein Gebäude?

Über der Kirche soll bald ein Notdach errichtet werden, um sie vor Regen und Schnee zu schützen. Die obdachlosen Demonstranten, die kein Dach über dem Kopf haben, wollen mit ihrer Aktion ausdrücken: Denkt doch bitte auch mal an uns!

Vor über einem Jahr: "Notre-Dame" in Flammen

Im April 2019 hat in Paris die berühmte Kirche Notre-Dame gebrannt. Dabei wurde sie teilweise zerstört. Wann sie wieder ganz aufgebaut sein wird, ist unklar. Der Brand hat aber auch etwas Gutes: Forscher können nämlich jetzt Steine untersuchen, an die sie vorher nicht drangekommen sind.

Ein Gargoyle von Notre Dame, im Hintergrund die Stadt Paris.

Im Mittelalter (vor über 800 Jahren) hatten die Menschen fast 200 Jahre gebraucht, um Notre-Dame zu errichten! Ob dieser steinerne "Gargoyle" (ein kleines Monster), der in großer Höhe von Notre-Dame über Paris schaut, weiß, wann "seine" Kirche wieder aufgebaut sein wird?

Im Mittelalter (vor über 800 Jahren) hatten die Menschen fast 200 Jahre gebraucht, um Notre-Dame zu errichten! Ob dieser steinerne "Gargoyle" (ein kleines Monster), der in großer Höhe von Notre-Dame über Paris schaut, weiß, wann "seine" Kirche wieder aufgebaut sein wird?

So komisch das vielleicht erst mal klingt, aber der Brand hatte auch etwas Gutes: Forscher können nämlich jetzt Steine untersuchen, an die sie vorher nicht drangekommen sind, zum Beispiel Steine aus der Decke.

Stand: 23.04.2019, 17:25

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