Papierfresser futtern im Rietberger Stadtarchiv

Lochfraß durch Papierfischchen in einigenausgebreiteten Dokumenten

Papierfresser futtern im Rietberger Stadtarchiv

Das Stadtarchiv von Rietberg im Nordosten von Nordrhein-Westfalen hat ein Problem – eigentlich ein millimeterkleines, aber doch ein ziemlich großes...

Papierfresser futtern im Rietberger Stadtarchiv

WDR 5 KiRaKa ohne Download 19.02.2021 00:53 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 WDR 5


Im Stadtarchiv von Rietberg lagern ungefähr 20.000 Bücher und Schriftstücke. Dummerweise haben sich dort winzig kleine Insekten, sogenannte "Papierfischchen", ausgebreitet. Und die futtern sehr gerne Papier.

Lustig sind die Papierschädlinge aber leider nicht. Denn es werden immer mehr und in der Gruppe sind sie ganz schön gefräßig. Wenn nichts getan wird, könnten sie nach und nach das ganze Stadtarchiv auffressen.

Fallen gegen die "Papierfischchen"

Doch es wird etwas getan: Sogenannte "Monitorfallen" wurden aufgestellt. In denen ist ein bestimmter Stoff drin, der die Papierfischchen anlockt. Sie bleiben dann auf den Fallen kleben. Wie die Schädlinge ins Stadtarchiv kamen, weiß man noch nicht. Sie könnten vielleicht mit einer Lieferung Klopapier dorthin gelangt sein.

Was krabbelt denn da? - Fischchen

Silberfischchen habt ihr bestimmt schon mal gesehen oder davon gehört. Zur Ordnung der Fischchen gehören aber auch noch andere. Zum Beispiel die Papierfischchen oder die Kammfischchen.

Silberfischchen

Fischchen gehören zu den Insekten. Sie haben am Kopf und am Körperende Fühler. Die Fühler am Hintern warnen sie vor Fressfeinden, die sie von hinten angreifen. Zu den Fischschen gehören zum Beispiel Ofenfischchen, Papierfischchen oder SIlberfischchen. Hier seht ihr ein Silberfischchen. Vielleicht ist schon mal eins an euch vorbeigehuscht.

Fischchen gehören zu den Insekten. Sie haben am Kopf und am Körperende Fühler. Die Fühler am Hintern warnen sie vor Fressfeinden, die sie von hinten angreifen. Zu den Fischschen gehören zum Beispiel Ofenfischchen, Papierfischchen oder SIlberfischchen. Hier seht ihr ein Silberfischchen. Vielleicht ist schon mal eins an euch vorbeigehuscht.

Allerdings sind Silberfischchen lichtscheu und sie mögen es, wenn es warm und feucht ist. Ihren Namen haben sie von ihrem silbergrau schuppigen Körper. Silberfischchen ernähren sich von Zucker, Haaren, Hautschuppen und Hausstaubmilben. Sie mögen aber auch unter anderem Baumwolle, Seide oder Schimmelpilze.

Auch Papierfischchen haben graue Schuppen und sehen den Silberfischchen sehr ähnlich. Deswegen werden sie oft miteinander verwechselt. Papierfischchen mögen es gerne trocken und sie ernähren sich von Papier und Kartons. Falls sie mal keine Nahrung finden, können sie trotzdem bis zu 300 Tage überleben.

Die Kammfischchen haben an beiden Seiten ihres Körpers Borstenkämme. Sie sind etwas kräftiger gebaut als Silberfischchen. Kammfischchen werden häufig in Mühlen und Bäckereien entdeckt. In Wohnungen können sie, wie Silberfischchen, ein Zeichen dafür sein, dass es zu feucht ist.

Die Geisterfischchen wurden in Europa erstmals 2017 entdeckt, im Museum für Naturkunde in Chemnitz. Sie sind weißlich und haben es sehr gerne warm und trocken. Deswegen halten sie sich häufig in Wohnungen mit Fußbodenheizung auf.

Ofenfischchen haben schwarze und gelbliche Schuppen. So kann man sie gut von den anderen Fischchen unterscheiden. Ofenfischchen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Spalten und RItzen. Sie mögen sehr gerne hohe Temperaturen, darum heißen sie sie auch Ofenfischchen.

Stand: 19.02.2021, 17:33

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