Über 12.000 Eltern unterschreiben für die Fridays for Future

Schüler demonstrieren

Über 12.000 Eltern unterschreiben für die Fridays for Future

Viele Eltern aus Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengetan, um ihre Kinder bei den Fridays for Future, den Schülerdemos für mehr Klimaschutz, zu unterstützen.

Über 12.000 Eltern unterschreiben für die Fridays for Future

KiRaKa 27.02.2019 01:20 Min. Verfügbar bis 27.02.2020 KiRaKa Von Verena Specks-Ludwig und Niko Fischer

Fridays for Future bedeutet Freitage für die Zukunft. So heißen die Demos, bei denen seit mehr als zwei Monaten Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen auf die Straße gehen. Und zwar immer Freitags während der Schulzeit. Sie demonstrieren für mehr Klima- und Umweltschutz. Viele Erwachsene, darunter Politiker und Lehrer sind damit nicht einverstanden. Sie finden, dass die Schüler zum Unterricht gehen und für die Demos nicht die Schule schwänzen sollen.

"Parents for Future" sind stolz auf den Protest ihrer Kinder

Jetzt haben sich viele Eltern aus NRW zusammengetan, die ihre Kinder bei den Demos unterstützen wollen. Unter dem Namen "Parents for Future", also Eltern für die Zukunft, haben sie heute einen Brief an die Landesregierung veröffentlicht, den inzwischen mehr als 12.000 Eltern unterschrieben haben. Drin steht, wie stolz die Eltern darauf sind, dass ihre Kinder sich fürs Klima engagieren und dass sie ihren Protest für absolut notwendig halten.

Eltern wollen keinen Druck mehr von den Politikern

Die "Parents for Future" fordern die Politiker auf, die protestierenden Schüler nicht mehr unter Druck zu setzen. Die Schulministerin Yvonne Gebauer hatte nämlich schon mit Strafen fürs Schwänzen gedroht, weil es ihrer Meinung nach gegen die Schulpflicht verstößt, wenn die Kinder während der Schulzeit zu Demos gehen. Eltern von Schülern unter 18 Jahren können dafür Geldstrafen bis zu 1000 Euro bekommen.  

Hier erfahrt ihr mehr über die Fridays for Future:

Fridays for Future - Schülerdemos für Klimaschutz

Schon seit einigen Monaten gehen jeden Freitag viele tausend Schüler in Deutschland auf die Straße: Unter dem Motto "Fridays for Future" demonstrieren sie für eine bessere Klimapolitik - auch in den Osterferien!

Greta Thunberg vor dem Brandenburgertor in Berlin.

Die Gründerin der Klimaschutz-Proteste Greta Thunberg besuchte am Freitag, den 29. März 2019, die Demonstration in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hielt sie dazu eine Rede.

Die Gründerin der Klimaschutz-Proteste Greta Thunberg besuchte am Freitag, den 29. März 2019, die Demonstration in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hielt sie dazu eine Rede.

In ganz Deutschland demonstrieren Schüler unter dem Motto "Fridays for Future": Das bedeutet in etwa "Freitage für die Zukunft". Damit wollen sie sich für eine bessere Klimapolitik einsetzen.

Die Schüler machen sich Sorgen um die Zukunft: Sie fordern, dass Politiker endlich mehr gegen den Klimawandel unternehmen, damit die folgenden Generationen noch eine gute Zukunft auf der Erde haben.

Das Thema ist vielen so wichtig, dass sie in dieser Zeit dafür nicht zur Schule gehen. Das finden nicht alle gut: Der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU findet, die Schüler sollten lieber nach Schulschluss demonstrieren.

Den Anfang hat die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden gemacht. Sie demonstriert seit August 2018 immer freitags vor dem Reichstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. "Skolstrejk för Klimatet" steht auf ihrem Schild, das heißt auf Deutsch: "Schulstreik für das Klima".

Greta hat außerdem schon vor vielen wichtigen Versammlungen gesprochen. Zum Beispiel auf der Klimakonferenz in Polen und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Und sie hat mit vielen Politikern und Journalisten gesprochen. Im März wurde bekannt, dass Greta auch für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

Inzwischen ist Greta so etwas wie das Vorbild der Klimaretter geworden.

Auch in anderen Ländern gibt es Proteste: Zum Beispiel hier in Paris.

Am Freitag, 15.03.2019, haben so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie für den Klimaschutz demonstriert. Auch Eltern waren dabei.

Auch in den Sommerferien demonstrieren die Schüler - hier in Castrop-Rauxel - und haben sich meist schon früh morgens ab 7.30 Uhr versammelt. Das zeigt auch, dass es ihnen nicht ums Schulschwänzen geht.

Stand: 27.02.2019, 18:56

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