Besitzerfamilie bekommt wertvolles Bild zurück

Raubkunst von Emil Nolde

Besitzerfamilie bekommt wertvolles Bild zurück

Die Stadt Düsseldorf hat ein Bild abgegeben, das viele Jahre dort hing. Eigentlich sind es sogar zwei Bilder: Auf der Vorderseite ist der Kopf einer Frau und auf der Rückseite ein Platz mit Häusern.

Raubkunst

KiRaKa Thema des Tages 09.07.2019 03:20 Min. Verfügbar bis 08.07.2020 KiRaKa Von Sebastian Trepper

Download

Das Doppelbild hing bis jetzt im Kunstpalast in Düsseldorf. Der berühmte Maler Emil Nolde hat es vor ungefähr hundert Jahren gemalt – es ist also ziemlich wertvoll.

Das Bild gehörte eigentlich mal der Familie Schueler. Aber die konnte vor knapp 80 Jahren nicht mehr in Deutschland bleiben. Denn die Familie Schueler war jüdisch. Und die Nazis, die damals in Deutschland die Macht hatten, verfolgten Juden und töteten viele von ihnen.

Ungerechter Verkauf

Familie Schueler floh aus Deutschland um zu überleben. Das Bild konnten die Schuelers nicht mitnehmen aber auch nicht mehr gut verkaufen. Denn sie hatten keine Zeit und sie wurden auch schon verfolgt. Deshalb verkauften sie es für sehr wenig Geld.

Die Stadt Düsseldorf hat diese Ungerechtigkeit vor ein paar Jahren herausgefunden. Damals hat sie nachgesehen, von wem sie das Bild bekommen hatte. Und dieser Mann hat damals offenbar mehrmals ziemlich billig Bilder von Juden gekauft, die fliehen mussten.

Zurück an die Familie

Deshalb hat Düsseldorf das Bild auf eine Liste gepackt auf der solche Kunstwerke stehen. Lost-Art-Liste heißt die, also Liste für verlorene Kunst. In Deutschland nennen wir das auch oft Raubkunst. Auch wenn Familie Schueler etwas für das Bild bekommen hat, ein echter, gerechter Verkauf war das ja nicht.

Jetzt bekommt die Familie Schueler das Bild zurück. Das sind zwar nicht mehr dieselben Menschen, sondern die Enkel, Aber trotzdem ist es zurück in der Familie, der das Bild eigentlich mal gehört hat.

Stand: 09.07.2019, 15:07

Darstellung: