Sanddüne muss abgetragen werden

Diese Sanddüne an der Passstraße Gauseköte soll abgetragen werden.

Sanddüne muss abgetragen werden

Im Kreis Lippe in Ostwestfalen verkleinern Bagger eine riesige Düne am Straßenrand, um gefährliche Erdrutsche zu verhindern. 
 

Sanddüne muss abgetragen werden

WDR 5 KiRaKa ohne Download 01.07.2020 01:00 Min. Verfügbar bis 01.07.2021 WDR 5

Sanddünen, Gebirgspässe – all das vermutet man nicht unbedingt in Nordrhein-Westfalen. Dabei hat der Teutoburger Wald im Kreis Lippe beides: Der Gebirgspass heißt Gauseköte und ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Detmold und Schlangen. An der höchsten Stelle misst er 345 Meter über dem Meeresspiegel. Doch seit Anfang 2019 ist diese Straße wegen Erdrutschgefahr gesperrt. Denn an der Straße schlängelt sich eine 200 Meter lange Sanddüne an einer engen Kurve entlang.

Erdrutschgefahr

An der höchsten Stelle erhebt sich die Sanddüne bis zu zehn Meter über der Straße. Wenn es stark regnet, könnte es passieren, dass große Mengen Erde und Sand auf die Fahrbahn gespült werden. Deshalb soll ein großer Teil der Düne abgetragen werden. Dabei müssen die Baggerfahrer gut aufpassen, dass sie mit dem schweren Gerät nicht abrutschen. Sanddünen mitten in Deutschland haben sich am Ende der Eiszeit gebildet, also vor rund 10.000 Jahren, als es kaum Bäume gab und der Wind große Sandmengen Kilometerweit verwehen konnte.

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Diese Sanddüne an der Passstraße Gauseköte soll abgetragen werden.

Nordrhein-Westfalen liegt nicht am Meer und trotzdem gibt es hier Dünen. Am Gebirgspass Gauseköte im Kreis Lippe wird seit dieser Woche eine gewaltige Sanddüne abgetragen, weil sie auf eine Straße rutschen könnte. Sanddünen mitten in Deutschland haben sich am Ende der Eiszeit gebildet, also vor rund 10.000 Jahren, als es kaum Bäume gab und der Wind große Sandmengen Kilometerweit verwehen konnte.

Nordrhein-Westfalen liegt nicht am Meer und trotzdem gibt es hier Dünen. Am Gebirgspass Gauseköte im Kreis Lippe wird seit dieser Woche eine gewaltige Sanddüne abgetragen, weil sie auf eine Straße rutschen könnte. Sanddünen mitten in Deutschland haben sich am Ende der Eiszeit gebildet, also vor rund 10.000 Jahren, als es kaum Bäume gab und der Wind große Sandmengen Kilometerweit verwehen konnte.

Dünen vermuten die meisten dann doch eher am Meer oder in Wüsten. Die endlosen Sanddünen der Sahara findet man in der bekanntesten Wüste der Welt. Die Sahara im Norden Afrikas ist 26-mal größer als Deutschland.

Außer einigen Nomaden, die keinen festen Wohnsitz haben, ist die Wüste Gobi in Asien unbewohnt und damit das am wenigsten besiedelte Gebiet der Welt.

Die "Las Dunas de Maspalomas" gehören zur einzigen Sandwüste Europas. Sie liegen auf der Kanaren-Insel Gran Canaria, die zu Spanien gehört.

Die höchste Wanderdüne Europas befindet sich an der Atlantikküste Frankreichs bei Arcachon in der Nähe von Bordeaux: Die "Dune du Pilat" ist bis zu 80 Meter hoch, 500 Meter breit, etwa 2,7 Kilometer lang und ist eines der schönsten Naturwunder Frankreichs. Fast unwirklich sieht es aus, wenn sich mitten in Europa zwischen dem Ozean und Kiefernwäldern eine gigantische Düne erstreckt.

Die Råbjerg Mile ist die höchste Wanderdüne Dänemarks. Sie ist 70 Meter hoch und ragt fast bis ins Meer. Die Düne hat sogar einen Leuchtturm verschluckt. Weil der Sand an der dänischen Küste immer weiter von Meer, Luft und Wasser abgetragen wird, drohte der "Rubjerg Knude Fyr" ins Meer zu stürzen. Deshalb wurde er rund 70 Meter von der Küste weggerückt.

Wieso wandern Dünen? Vereinfacht gesagt werden bei dieser Art der Dünen einfach lose, leichte Sandkörner vom Wind bewegt. So bewegt sich die riesige Sandmasse langsam in eine Richtung, die Düne wandert quasi. Die größte Wanderdüne Deutschlands befindet sich übrigens auf Sylt. Sie ist etwa 1,5 Kilometer lang, 500 Meter breit und bis zu 30 Meter hoch.

Stand: 01.07.2020, 18:30

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