Schüler demonstrieren für schwulen Lehrer

An einem Gymnasium eines katholischen Ordens in Borken wird ein Referendar nicht als Lehrer weiterbeschäftigt. Er ist schwul und hatte angekündigt, seinen Freund heiraten zu wollen.

Bunte Luftballons für Offenheit

Alle 760 Schüler eines Gymnasiums in Borken haben am Donnerstagvormittag in der großen Pause mit bunten Luftballons und bunten T-Shirts demonstriert.

Damit haben sie dagegen protestiert, dass ein Referendar nicht als Lehrer weiterbeschäftigt werden soll. Eigentlich war ihm das versprochen worden, aber als er sagte, dass er als Mann seinen Freund heiraten will, da wurde der Arbeitsvertrag zurückgezogen.

Das Gymnasium ist eine Schule eines katholischen Ordens. Ein Sprecher des Ordens sagte, eine Heirat von Männern widerspreche dem, was die katholische Kirche für richtig hält.

Schulleiter wollte den Lehrer weiter beschäftigen

Die Schüler, viele Eltern und Lehrer und auch der Schulleiter finden die Entscheidung des katholischen Ordens falsch und hätten den jungen Lehrer gerne an der Schule behalten.

„Vor Gott sind alle gleich, sagt man. Aber im Endeffekt ist es aber nicht so.“

„Warum sollen Männer nicht Männer heiraten dürfen? Und warum dürfen die dann nicht weiter unterrichten? Die Schüler kommen alle super damit klar. Ich find’s eigentlich sehr schade.“

Job an staatlicher Schule

Der Lehrer für Englisch und Biologie hat mittlerweile einen Job an einer staatlichen Schule gefunden. Dort darf niemand benachteiligt werden, weil er schwul ist.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie die katholische Kirche zu schwulen Mitarbeitern steht, dann hört euch unser Gespräch dazu an. Klickt dazu auf den gelben Pfeil oben im Audio.

Stand: 27.09.2018, 18:00 Uhr

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