Netzverbot soll Delfinen helfen

Ein Delfin springt aus dem Wasser, einer schwimmt an der Oberfläche

Netzverbot soll Delfinen helfen

Das Land Neuseeland hat ein neues Verbot: Fischer dürfen dort keine Treibnetze mehr benutzen, um Fische zu fangen. Damit sollen Delfine geschützt werden, die auch in diesen Netzen landen und sterben können.

Treibnetz am Meeresboden

Alte Treibnetze geistern oft am Meeresboden rum

Treibnetze kann man sich wie einen Vorhang vorstellen, oder wie ein großes Volleyballnetz: Oben sind Schwimmer, also so leichte Bojen aus Kork oder so. Die halten den oberen Rand oben. Und am unteren Rand hängen Gewichte, so dass das ganze Netz sozusagen im Wasser stehen bleibt. Und da sollen die Fische dann reinschwimmen.

Treibnetzverbot Neuseeland

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 24.06.2020 03:05 Min. Verfügbar bis 24.06.2021 WDR 5 Von Sebastian Trepper

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Fischer verheddern sich

Dann sind die einzelnen Maschen, also die Löcher im Netz so groß, dass kleine Fische durchschwimmen – die wollen die Fischer eh nicht haben. Aber größere Fische bleiben im Netz hängen und verheddern sich dann. Also die können auch nicht mehr wieder raus. Und wenn die Fischer so ein Netz dann hoch ziehen, dann können sie die Fische aus dem Netz holen.

Problem für Delfine

Ein Delfin schwimmt an der Oberfläche

Ein sehr seltener Maui-Delfin

Die Delfine verheddern sich auch. Und Delfine sind ja Säugetiere, die können zwar lange tauchen, aber irgendwann müssen sie an die Oberfläche und atmen. Und in Treibnetzen ersticken sie dann. Auch andere Tiere verheddern sich in den Netzen und sterben, obwohl sie gar nicht verkauft und gegessen werden. Deswegen darf man die Treibnetze eigentlich mittlerweile nirgendwo mehr benutzen. In Neuseeland sollen besonders bedrohte Delfinarten mit dem neuen Verbot geschützt werden.

In unserem ausführlichen Gespräch erfahrt ihr mehr zu dem Thema. Ab 19:05 Uhr im KiRaKa bei WDR 5.

Was Treibnetze im Meer anstellen können

In Neuseeland dürfen Fischer keine Treibnetze mehr benutzen. Warum diese Art der Fischerei Tieren schadet, seht ihr hier.

Treibnetze im Meer

Treibnetze sind riesige Fischfangnetze die im Wasser stehen. Oben sind Schwimmer, die den oberen Rand oben halten und am unteren Rand hängen Gewichte, so dass das ganze Netz wie ein Vorhang im Wasser steht. Dort schwimmen natürlich nicht nur die Fische rein, die gefangen werden sollen, sondern auch viele andere Meerestiere.

Treibnetze sind riesige Fischfangnetze die im Wasser stehen. Oben sind Schwimmer, die den oberen Rand oben halten und am unteren Rand hängen Gewichte, so dass das ganze Netz wie ein Vorhang im Wasser steht. Dort schwimmen natürlich nicht nur die Fische rein, die gefangen werden sollen, sondern auch viele andere Meerestiere.

Fischer machen das, weil sie mit diesen Treibnetzen riesige Mengen fangen können. Dafür gibt es aber auch andere Methoden, deshalb sind Treibnetze schon in den meisten Gegenden der Welt verboten. Jetzt auch in Neuseeland.

Kleinere Fische, die für die Fischer nicht interessant sind, können größtenteils durch die Netzmaschen entkommen, größere wie zum Beispiel auch Meeres-Schildkröten, bleiben hängen.

Hier hat sich ein Drachenkopf-Fisch in einem Netz verheddert.

Manchmal gehen Netze beim Einholen auch kaputt und Reste davon treiben im Meer herum. Auch das ist für viele Meereslebewesen gefährlich. Zum Beispiel können die Netze auch an Korallenriffen hängen bleiben und dort Schäden anrichten.

In Neuseeland sollen vor allem auch Delfine geschützt werden. Zwei kleinere Delfin-Arten, die es nur dort gibt, sind durch die Treibnetz-Fischerei besonders bedroht.

Der Maui-Delfin ist eine dieser beiden seltenen Arten.

Stand: 24.06.2020, 17:28

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