Trinkhallen und Steigerlied sind Kultur an der Ruhr

Trinkhalle in Oberhausen

Trinkhallen und Steigerlied sind Kultur an der Ruhr

Trinkhallen im Ruhrgebiet und das Steigerlied haben die Auszeichnung als immaterielles Kulturgut in NRW bekommen. Das heißt: Sie haben eine sehr wichtige Bedeutung für die Menschen und sollen bewahrt werden.

Steigerlied und Trinkhallen sind Kulturerbe

WDR 5 KiRaKa ohne Download 10.06.2021 01:25 Min. Verfügbar bis 10.06.2022 WDR 5


"Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.
Und er hat hat sein helles Licht bei der Nacht wohl angezündt."

Dieses Lied, es heißt "Steigerlied", ist sozusagen die Hymne der Bergleute im Kohlebergbau. Seit gestern (09.06.) gehört es offiziell zum Kulturerbe unseres Bundeslands Nordrhein-Westfalen. Ein Steiger ist ein Bergmann, der bei der Arbeit die Aufsicht über die anderen Bergleute hat. Weil nach Hunderten von Jahren jetzt keine Steinkohle mehr abgebaut wird im Ruhrgebiet, soll das Lied weiterhin an die schwere Arbeit der Bergleute erinnern.

Die Bergleute, die am 18.12.2015 in Marl das letzte Stück Kohle der Zeche Auguste Victoria gefördert haben, gehen bedrückt zu einem offiziellen Termin

Hier seht ihr Bergleute nach ihrer letzten Schicht auf der Zeche Auguste Victoria in Marl. Das war 2015.

Und noch eine Urkunde fürs Kulturerbe im Ruhrgebiet wurde gestern verliehen: Nämlich an die Trinkhalle. So heißen Kioske oder Büdchen im Ruhrgebiet.

"Eine saure Tüte, bitte!"

Das Besondere dort ist, dass die Trinkhallen ein Treffpunkt sind. Man geht nicht nur hin, um sich was zu kaufen, sondern auch um zu quatschen. Erwachsene treffen sich meist auf ein Bier, aber auch bei Kindern sind die Trinkhallen beliebt. Denn es gibt dort auch Eis, Süßigkeiten oder Sammelbilder.

Bierchen nach der Schicht für die Bergleute

Und das auch, wenn kein Supermarkt mehr auf hat. Das war früher wiederum für die Bergleute praktisch, wenn sie spät von der Schicht kamen.

Hier geht's zu einer Reportage über Bergleute und ihre Arbeit:

Stand: 10.06.2021, 15:34

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