Das Gehirn reagiert stark auf Tatsachen-Sätze

Sobald etwas wie eine Tatsache formuliert ist, reagiert unser Gehirn viel stärker darauf, als wenn etwas nur möglicherweise stimmt.

„Da ist ein Monster unter meinem Bett!“ Oder: „Da könnte ein Monster unter meinem Bett sein.“ Diese beiden Sätze unterscheiden sich nur durch die Wörter „ist“ und „könnte sein“. Das eine beschreibt aber eine Tatsache, das andere eine Möglichkeit. Für unser Gehirn ist das ein großer Unterschied.

Tatsachen kommen stärker an

Forscherinnen und Forscher aus New York haben festgestellt, dass unser Gehirn stärker reagiert, wenn es einen „ist“-Satz hört, als wenn es einen Satz hört, in dem zum Beispiel ein „könnte“ oder ein „vielleicht“ drinsteckt. Wir springen also schneller und stärker auf einen Satz an, der als Tatsache, also als Fakt, dargestellt wird, als auf einen Satz, der als Möglichkeit dargestellt wird.

Achtung, bei falschen Meldungen

Die Untersuchung zeigt, was Sprache mit uns machen kann. Das ist auch dann wichtig, wenn es um „Fake News“, also um Falschnachrichten geht. Wird uns etwas als Tatsache erzählt, reagieren wir stärker darauf und stellen es weniger in Frage, als wenn es als Möglichkeit erzählt wird.

Stand: 10.12.2020, 16:44 Uhr

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