Vulkan in Neuseeland spuckt heiße Asche

Rauchende Vulkan-Insel.

Vulkan in Neuseeland spuckt heiße Asche

In Neuseeland, das ist ein Land auf der unteren Halbkugel der Erde, ist am Montag ganz plötzlich ein Vulkan ausgebrochen.

Vulkan in Neuseeland spuckt heiße Asche

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 10.12.2019 04:21 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 WDR 5 Von Julia Muth

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Bildergalerie: Wenn Berge Feuer speien

Vulkane spucken riesige Wolken aus Rauch und Asche in die Luft und lassen heiße Lava den Berg hinunter fließen. Gerade bricht der Vulkan auf der neuseeländischen Insel White Island aus.

Vulkanausbruch auf der White Island in Neuseeland

Ein paar Kilometer vor der Nordost-Küste Neuseelands ragt die Vulkaninsel White Island aus dem Meer. Sie ist bei Touristen sehr beliebt, sie fahren mit Booten dahin und klettern auf den Vulkan. Auch jetzt, als der Vulkan ganz plötzlich ausgebrochen ist.

Ein paar Kilometer vor der Nordost-Küste Neuseelands ragt die Vulkaninsel White Island aus dem Meer. Sie ist bei Touristen sehr beliebt, sie fahren mit Booten dahin und klettern auf den Vulkan. Auch jetzt, als der Vulkan ganz plötzlich ausgebrochen ist.

47 Menschen waren für einen Tagesausflug auf der Insel und sind von dem heftigen Ausbruch überrascht worden. Der Ausbruch kam so schnell, dass die Urlauber keine Chance hatten, sich noch in Sicherheit zu bringen.

Etwa 30 Menschen wurden verletzt. Sechs Menschen sind gestorben und es werden immer noch einige vermisst. Auf dem Foto seht ihr Rettungskräfte auf der Vulkaninsel White Island. Aber es wird streng kontrolliert, ob es für die rettungskräfte sicher genug auf der Insel ist.

Aus der Touristeninsel ist nach dem Ausbruch von Neuseelands gefährlichstem Vulkan eine Zone geworden, die erstmal niemand mehr betreten darf. Denn es kann sein , dass der Vulkan jederzeit nochmal ausbricht.

In Neuseeland gibt es sehr viele Vulkane. Der Film "Der Herr der Ringe" wurde dort gedreht, weil die Landschaft - auch durch die Vulkane - so aussieht wie im Land "Mittelerde".

Im Mai 2018 mussten sich viele Menschen auf Hawaii vor dem Vulkan Kilauea in Sicherheit bringen. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und liegt auf der Hauptinsel Big Island der Inselkette Hawaii im pazifischen Ozean.

In der hawaiischen Sprache bedeutet Kilauea "spucken" oder "viel verbreiten". Dampfend fließen glühende Lavaströme durch das schwarze Gestein. Die ganze Inselkette Hawaii ist durch Vulkane und ihre Lava entstanden.

Wie entstehen Vulkane überhaupt? Der Ursprung eines Vulkans liegt im Inneren der Erde. Weil es in unterschiedlichen Erdschichten unterschiedlich heiß ist, entsteht dort ein großer Druck. Der kann flüssiges Magma - so nennt man geschmolzenes Gestein aus dem sogenannten Erdmantel - in Richtung Erdkruste aufsteigen lassen.

Manchmal kann es sogar passieren, dass die Erdkruste aufbricht und das Magma bis an die Erdoberfläche gelangt. So entsteht ein Vulkan.

Das Magma, das es bis nach draußen schafft - also das heiße Gestein, das wir sehen können - heißt Lava.

Ein riesiger Vulkankrater: Der Vesuv liegt neun Kilometer von der italienischen Stadt Neapel entfernt. Er ist noch aktiv - im März 1944 ist er zum vorerst letzten Mal ausgebrochen.

Hier seht ihr die Ruinen der Stadt Pompeji. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 - also vor fast 2000 Jahren - wurden die Orte Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae unter riesigen Staub- und Aschemassen begraben.

Vulkane stehen aber nicht immer sichtbar auf einem Stück Erde oder schauen aus dem Wasser heraus. Es gibt auch Unterwasser-Vulkane. Dass sie aktiv sind, kann man anhand von Gasblasen messen, die sie ausstoßen.

Auch wenn es im ersten Moment harmlos aussieht: Hier seht ihr einen Unterwasser-Vulkanausbruch vor der japanischen Insel Minami im Pazifischen Ozean.

Vulkane gibt es nicht nur bei uns auf der Erde. Das hier ist der Vulkan "Ahuna Mons" auf dem Zwergplaneten Ceres. Aufgenommen hat das Bild eine Raumsonde. Wahrscheinlich stößt der Vulkan kein geschmolzenes Gestein aus, sondern Wasser- und Eisgemische.

Ein paar Kilometer vor der Nord-Ost-Küste Neuseelands ragt eine Vulkaninsel aus dem Meer. „White Island“ heißt sie und ist bei Urlaubern sehr beliebt. Die fahren mit Booten dahin und klettern auf den Vulkan. Das war auch gestern so, als der Vulkan ganz plötzlich ausgebrochen ist. 47 Menschen waren auf der Insel und sind von dem heftigen Ausbruch überrascht worden.

Der Ausbruch kam so schnell und so heftig, dass die Urlauber keine Chance hatten, sich noch in Sicherheit zu bringen. Etwa 30 wurden verletzt. Sechs Menschen sind gestorben und es werden immer noch welche vermisst.

Wieso bricht ein Vulkan eigentlich überhaupt aus?

Dafür müssen wir uns einen Vulkan genauer anschauen. Das ist ja ein ganz besonderer Berg. Statt Spitze hat er oben einen Krater – also ein großes Loch. Ganz in der Tiefe, im Erdinnern, zischt und blubbert Magma. Das ist eine heiße, flüssige Mischung aus Steinen und Gasen. Aber so tief unten, dass man es von oben, also vom Kraterrand des Vulkans gar nicht sehen kann. Und wenn ein Vulkan ausbricht, dann bahnt sich dieses Gemisch einen Weg nach oben und wird als heiße Lava in die Luft geschleudert. Das kann dann entweder ein flüssiger Lavastrom sein oder auch eine heiße Aschewolke – wie gerade in Neuseeland.

Magma und Lava: Was ist der Unterschied?

Lava und Magma sind beides Wörter für das heiße, flüssige Gestein-Gas-Gemisch aus dem Erdinnern. So lange es noch unten tief in der Erde herumschwimmt, heißt es Magma und wenn es dann nach oben geschleudert wird durch den Schlot eines Vulkans oder irgendwelche anderen Risse in der Erdkruste, dann wird es zu Lava.

Und warum kommt die Lava überhaupt da hoch?

Das ist so, weil die Erdkruste, also die harte und kalte Schicht der Erde, auf der wir leben, aus verschiedenen Platten zusammengesetzt ist. Die bewegen sich, verschieben sich oder bekommen auch mal Risse. Und durch die Risse wird das heiße Magma dann mit Druck nach oben geschleudert.

So bricht also ein Vulkan aus. Und wenn der einmal ausgebrochen ist, dann war es das?

Nicht unbedingt. Das hängt davon ab, wie viel neues Gas sich unter ihm bildet und ob da unten tief im Erdinnern vielleicht neuer Druck aufgebaut wird. Solche Vulkane sind aktiv – sagt man. Bei manchen Vulkanen ist es so, dass die so aktiv sind, dass Vulkanforscher jeder Zeit damit rechnen, dass sie ausbrechen. So ein Vulkanologe untersucht den Vulkan und versucht, alles zu beobachten und zu messen, das heißt: Die müssen jeden Vulkanausbruch, den es gibt, so gut wie möglich vermessen und beobachten, gucken, was tut sich im Boden.

Ganz genaue Vorhersagen, wann ein Ausbruch stattfindet, können die Vulkanologen aber auch nicht machen.

Stand: 10.12.2019, 19:00

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