Skelett eines Riesenwals mit superspitzen Zähnen entdeckt

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Skelett eines Riesenwals mit superspitzen Zähnen entdeckt

Deutsche Forscher haben Knochen eines Urzeit-Riesen gefunden - aber nicht irgendwo am Strand, sondern mitten in der ägyptischen Wüste.

Skelett eines Riesenwals mit superspitzen Zähnen entdeckt

KiRaKa 10.01.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 10.01.2020 KiRaKa

Bei Raubfischen, die im Ozean auf andere Tiere Jagd machen, fallen uns ja als erstes immer die Haie ein. Aber vor rund 35 Millionen Jahren lebte ein noch viel gefährlicher und vor allem größerer Räuber der Meer: ein riesiger Wal mit superspitzen Zähnen. Deutsche Forscher haben jetzt Knochen dieses Urzeit-Riesen gefunden - mitten in der ägyptischen Wüste.

Skelett in der Wüste

Nur mit einem Allrad-Jeep kommt man an diese entlegene Stelle in der Sahara: Mitten in der Wüste liegen plötzlich versteinerte Muscheln, Korallen und: riesige Skelette von Walen. "Wadi Al-Hitan", deutsch "Tal der Wale", heißt dieser ganz besondere Ort in Ägypten, der als Weltkulturerbe gilt und deshalb gut bewacht wird.

Wale der Urzeit

Die inzwischen ausgestorbenen Wal-Arten lebten in der Urzeit und sind irgendwann dorthin geschwommen. Denn damals, vor 35 Millionen Jahren, war das Meer noch da. Es soll an dieser Stelle ganz flach gewesen sein, sagen Forscher. Viele Meerestiere haben dort vermutlich ihre Jungen aufgezogen. Und der größte Wal, den es früher gab, hat hier gejagt...

So lang wie ein Lastwagen

"Basilosaurus isis" haben die Experten ihn genannt, als sie sein versteinertes Skelett entdeckt haben. Über 16 Meter erstrecken sich die Knochen im Sand – das ist die Länge eines großen Lastwagens! Und mit seinem riesigen Kiefer hätte der Super-Wal sogar die Kraft gehabt, einen Kleintransporter hochzuheben. Stattdessen hat er die Knochen von seiner Beute mit seinen spitzen Zähnen einfach so durchgebissen. Ein echtes Seeungeheuer!

Wale: Beeindruckende Wasserriesen

Wale sind ziemlich beeindruckende Tiere. Wir haben ein paar erstaunliche Fakten zu den riesigen Wasser-Säugetieren zusammengesucht.

Viele Walarten befinden sich ihr ganzes Leben lang auf Wanderschaft. Sie wandern auch heute noch vom Polarmeer in die warmen, tropischen Gewässer und zurück.

Im Nordmeer ist viel Packeis. Der Grönlandwal hat damit kein Problem. Zum Luft schnappen taucht er einfach zwischen den Eisschollen auf.

Der Grönlandwal lebt in den Meeren rund um die Arktis, also in der Nähe von Grönland. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden.

Hier seht ihr einen Buckelwal, der aus dem Wasser springt. Buckelwale werden bis zu 15 Meter lang! Ganz schön riesig, denkt ihr? Für einen Wal ist das nicht besonders groß!

Ein echter Riese ist der Pottwal. Er wird bis zu 20 Meter lang und kann bis zu 1000 Meter tief tauchen. Zum Vergleich: Beim Jugendschwimmabzeichen Bronze müsst ihr zwei Meter tief tauchen.

Belugas sind unter Wasser wegen ihrer weißen Haut gut zu sehen. Sie werden auch Weißwale genannt.

Der Grindwal gehört zur Familie der Delphine. Jeden Tag braucht er 50 Kilogramm Nahrung, die er in der Tiefsee erjagt.

Delphine gehören auch zur großen Familie der Wale. Sie sind sehr schnelle Schwimmer und können bis zu 55 Kilometer pro Stunde. Gerne springen sie unterwegs aus dem Wasser. Das sieht richtig akrobatisch aus.

In Ägypten, mitten in der Wüste, wurde neulich ein Wal-Skelett gefunden. Das heißt: Dort, wo heute Wüste ist, war früher Wasser! Hier lebte ein 17 Meter Ur-Wal mit langen, kräftigen Beißzähnen. Zwei kleine Beinstummel an der Seite deuten darauf hin, dass seine Vorfahren noch an Land lebten!

Stand: 10.01.2019, 17:25

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