In Indonesien werden Wolken "geimpft"

Nach schweren Regenfällen werden im Land Indonesien Wolken mit Salz "beschossen", damit sie schon über dem Meer und nicht auf dem Land abregnen, wo sie Menschenleben gefährden.

Im Land Indonesien in Asien hat es in den letzten Tagen sehr sehr stark geregnet. Monsun heißen diese Regenfälle, es gibt sie jedes Jahr. Vor allem in und um die Hauptstadt Jakarta herum haben sie die Erde aufgeweicht und Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Mehr als 65 Menschen sind dadurch gestorben.

Um weitere Überschwemmungen und Todesfälle zu verhindern, will die Regierung jetzt dafür sorgen, dass die Wolken nicht über der Hauptstadt, sondern schon vorher – über dem Meer – abregnen. Dass das Wasser also schon früher aus ihnen rauskommt.

Salz bringt Wolken zum Regnen

Dafür haben Experten sogenannte "Salzfackeln" eingesetzt: Zwei riesige Flugzeuge haben tausende Kilo Salz zu den Wolken hochgeflogen und dann direkt in sie hineingeschossen. Das Salz sorgt dafür, dass der Regen schneller losgeht, durch eine chemische Reaktion. Das Ganze wird "Wolkenimpfen" genannt, weil man den Wolken sozusagen eine Spritze gibt.

Und das Impfen funktioniert. Viele der Wolken haben sich schon über dem Meer ausgeregnet statt über dem Land. Die Aktion soll so lange weitergehen, wie es nötig ist, hat die Regierung Indonesiens gesagt.

Stand: 07.01.2020, 18:50 Uhr

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