Viele Zecken in NRW

Zecke wird mit einer Zeckenzange entfernt

Viele Zecken in NRW

Wenn ihr gerne im Wald, im Gebüsch oder auf der Wiese spielt, müsst ihr aufpassen. Dort gibt es dieses Jahr besonders viele Zecken, warnen die Förster aus Nordrhein-Westfalen.

Viele Zecken im Wald

KiRaKa 24.04.2019 01:11 Min. KiRaKa

Zecken sind Spinnentiere, braun-schwarz und manche sind so klein, dass man sie kaum sehen kann. Sie sitzen auf Grashalmen und Blättern und warten darauf, dass ein Mensch oder Tier vorbeikommt und ihnen eine Portion Blut spendiert. Um da ran zu kommen, haken sie sich in der Haut fest und saugen es heraus. Zecken selbst sind nicht gefährlich. Die Krankheiten, die sie übertragen können, wenn sie jemanden stechen, aber schon.

Schutz vor Zecken

Ihr könnt euch vor Zecken schützen, wenn ihr in Wald und Wiese eine Kappe, feste Schuhe, lange Hosen und Strümpfe tragt. Auf heller Kleidung könnt ihr die dunklen Krabbeltierchen schnell entdecken und mit dem Finger wegschnipsen. Es gibt auch noch Zeckensprays oder Schutzcremes, die Zecken mit ihrem Geruch vertreiben.

Körper absuchen!

Aber egal, wie vorsichtig ihr seid, absuchen solltet ihr euch auf jeden Fall trotzdem nach jedem Tag draußen in der Natur. Zecken lieben kleine Hautfalten. Deshalb ist wichtig den Körper gründlich abzusuchen. Findet ihr eine Zecke, müsst ihr sie sofort entfernen – am besten mit einer Zeckenzange. Wichtig dabei: Passt auf, dass der kleine Kopf beim Rausziehen nicht abreißt.

Achtung, Zecken!

Dieses Jahr verstecken sich besonders viele Zecken im Wald, Gebüsch und auf Wiesen. Was ihr beachten müsst und wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr in dieser Bildergalerie.

Eine Zecke sitzt auf der Haut eines Menschen

Zecken gehören zu der Familie der Spinnentiere. Wenn sie ausgewachsen sind, haben sie acht Beine. Sie ernähren sich vom Blut von Säugetieren und Menschen.

Zecken gehören zu der Familie der Spinnentiere. Wenn sie ausgewachsen sind, haben sie acht Beine. Sie ernähren sich vom Blut von Säugetieren und Menschen.

Zecken leben in hohen Gräsern, im Wald und auf Büschen. Natürlich macht es aber trotzdem Spaß durch hohes Gras zu laufen, sich auf eine Wiese zu legen oder im Wald zu spielen. Allerdings solltet ihr euch entsprechend schützen.

Es ist empfehlenswert eher lange Kleidung und feste Schuhe zu tragen und wenn es möglich ist, auch die Hose in die Socken zu stecken. So können die Zecken schlechter auf eure Haut krabbeln. Bei heller Kleidung ist es einfacher die Zecken zu entdecken, da sie zwar klein, aber dunkel sind. Dann könnt ihr sie direkt mit dem Finger wegschnipsen. Außerdem helfen auch Mückensprays für eine Weile. Allerdings ist man auch durch diese Maßnahmen nicht komplett geschützt.

Wenn es einer Zecke doch gelingt auf euren Körper zu krabbeln, sucht sie sich ein warmes und feuchtes Plätzchen. Dort sticht sie dann mit ihrem Mundwerkzeug zu und saugt das Blut wie durch einen Strohhalm. Am besten sucht ihr euch nach dem Toben auf Wiesen und in Wäldern immer nach Zecken ab. Eure Eltern können euch auch dabei helfen.

Manche Zecken schwellen beim Trinken unseres Blutes um das zweihundertfache an, bevor sie dann irgendwann kugelrund von unserer Haut abfallen.

Wenn ihr eine Zecke entdeckt, muss diese schnellstmöglich entfernt werden. Lasst euch dabei von euren Eltern helfen. Die Zecke muss nah an der Haut gepackt werden (zum Beispiel mit einer Pinzette) und dann vorsichtig und langsam herausgezogen werden. Dabei solltet ihr sie nicht quetschen, da sonst Erreger austreten können. Danach könnt ihr die Wunde desinfizieren. Auf jeden Fall muss der Stich weiter beobachtet werden, damit man eine Entzündung nicht übersieht.

Bildet sich ein roter Ring um die Zecke oder die Wunde nach dem Entfernen solltet ihr sofort zum Arzt gehen. Dann hat sich die Wunde entzündet und es wurden Erreger übertragen. Dieser rote Ring kann auch erst bis zu sechs Wochen nach dem Zeckenstich sichtbar werden. Borreliose ist eine Krankheit, die durch einen Zeckenstich übertragen werden kann. Dagegen kann man nicht geimpft werden, aber man kann die Krankheit mit Medikamenten behandeln.

FSME ist eine weitere Krankheit, die nach einem Zeckenstich auftreten kann. Dagegen kann man allerdings geimpft werden. In manchen Gebieten ist das Risiko höher, dass die Zecken FSME übertragen. Wenn man dort lebt oder Urlaub macht, sollte man sich am besten impfen lassen.

Aktuell ist in NRW eine neue Zeckenart aufgetaucht: die "Hyalomma-Zecke". Das ist eine tropische Zecke, die drei- bis viermal größer ist als die Zecken, die hier sonst so leben. Eigentlich kommt sie in Afrika und Südeuropa vor, aber sie ist als blinder Passagier auf Zugvögeln zu uns geflogen sind. Auch die Hyalomma-Zecke kann Krankheiten übertragen.

Stand: 24.04.2019, 18:17

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