Zoos: Viele Herausforderungen wegen Corona

Tiere können nicht mehr so einfach getauscht werden

Zoos: Viele Herausforderungen wegen Corona

Zoos auf der ganzen Welt arbeiten zusammen. Wenn wegen Corona die Grenzen dicht sind, wird der Austausch von Tieren schwieriger.

Zoos haben viele Herausforderungen während der Pandemie

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 30.03.2021 04:07 Min. Verfügbar bis 30.03.2022 WDR 5 Von Jana Magdanz


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Es ist wie immer das Geld, das den Zoos die meisten Sorgen bereitet. Es kommt zu wenig Geld herein. Ein Zoo kann ja nicht wie ein Geschäft einfach zugesperrt werden. Alles geht weiter: Tiere brauchen Futter, die Tierhäuser müssen beheizt werden, Tierärzte helfen Tierbabys auf die Welt, und geimpft werden müssen Tiere auch. Und auf der anderen Seite kommen keine oder kaum Besucher und dann kommt kein Eintrittsgeld in die Kasse.

Tiere werden weiter versorgt und gepflegt wie bisher

Jeder Zoo tut natürlich alles dafür, dass es seinen Tieren gut geht. Aber hinter den Kulissen passiert in einem Zoo so viel, von dem Besucher meistens nichts mitbekommen. Und da müssen die Menschen jetzt ganz schön erfinderisch werden, und das hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun. Zum Beispiel, wenn es um Tiertransporte geht.

Transporte sind momentan nicht so einfach

Die Zoos in Europa und sogar in der ganzen Welt arbeiten eng zusammen. Sie tauschen ständig Tiere untereinander aus. Damit immer wieder Tier-Paare zusammenfinden, deren Erbgut nicht zu ähnlich ist, damit sie gesunden Nachwuchs bekommen. Wenn sich die Gene der Tiere möglichst wenig ähneln, sind ihre Kinder gesünder. Oder es gibt in einem Zoo zu viele Paviane, und die brauchen ein neues Zuhause. Das finden sie vielleicht in einem Zoo, in dem es noch keine gibt. Das ist jetzt in einem Zoo im münsterländischen Rheine so. Die haben zu viele Paviane. Ein Zoo in Dänemark wollte sie nehmen, aber jetzt klappt das nicht. Der dänische Zoo kann nun wegen der fehlenden Eintrittsgelder kein neues Paviangehege bauen. Und in Rheine sitzen zu viele Affen fest, die längst in Dänemark wohnen sollten. Das bringt natürlich eine Menge Stress für den dortigen Zoodirektor. Der muss jetzt darauf achten, dass nicht noch mehr Affen geboren werden. Die Affen müssen im Moment also Medikamente einnehmen, damit sie nicht wieder trächtig werden, also schwanger.

Zusätzliche Schwierigkeiten wegen des Brexits

Dazu kommt noch, Tiertransporte zwischen der  EU und Großbritannien noch schwieriger geworden sind, seit dem Brexit, seitdem England aus der EU ausgetreten ist. Der Zoom, der Zoo in Gelsenkirchen, hatte zum Beispiel seine Brillenpinguine, die aus einem Zoo im englischen Bristol kamen, noch schnell vor dem Brexit nach Deutschland geholt, um diese Unsicherheit an der Grenze zu umgehen.

Stand: 30.03.2021, 16:20

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