Schülerdemos: Immer mehr machen mit

"Fridays-for-Future"-Demonstration (15.03.2019)

Schülerdemos: Immer mehr machen mit

Am Freitag haben so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie für den Klimaschutz demonstriert. Auch Eltern waren dabei.

Fridays 4 Future-Demos

KiRaKa 15.03.2019 01:05 Min. Verfügbar bis 14.03.2020 KiRaKa

Die so genannten „Fridays for Future“ – also die „Freitage für die Zukunft“ finden mittlerweile in über 100 Ländern der Welt statt. Und bei uns in Nordrhein-Westfalen sind die Demonstrationen größer als bisher.

Tausende machen mit

Allein in Köln sind rund 10.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Straße gegangen, in Münster und in Düsseldorf waren es je 4.000 und in Bonn und Aachen jeweils 2.000. Aber auch in vielen kleineren Städten wurde heute demonstriert, zum Beispiel in Krefeld, Leverkusen oder Borken.  

Zu viel Zeit gelassen

Die jungen Menschen kritisieren, dass sich die Politiker viel zu viel Zeit lassen, um etwas zu verändern. Sie sagen, dass wir die Erderwärmung schneller stoppen und beispielsweise auf Kohlekraftwerke früher verzichten müssen als geplant. Unterstützung bekommen sie jetzt auch von Wissenschaftlern, Eltern und Großeltern, die mit auf die Straße gingen.

Fridays for Future - Schülerdemos für Klimaschutz

Schon seit einigen Monaten gehen jeden Freitag viele tausend Schüler in Deutschland auf die Straße: Unter dem Motto "Fridays for Future" demonstrieren sie für eine bessere Klimapolitik - auch in den Osterferien!

Greta Thunberg vor dem Brandenburgertor in Berlin.

Die Gründerin der Klimaschutz-Proteste Greta Thunberg besuchte am Freitag, den 29. März 2019, die Demonstration in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hielt sie dazu eine Rede.

Die Gründerin der Klimaschutz-Proteste Greta Thunberg besuchte am Freitag, den 29. März 2019, die Demonstration in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hielt sie dazu eine Rede.

In ganz Deutschland demonstrieren Schüler unter dem Motto "Fridays for Future": Das bedeutet in etwa "Freitage für die Zukunft". Damit wollen sie sich für eine bessere Klimapolitik einsetzen.

Die Schüler machen sich Sorgen um die Zukunft: Sie fordern, dass Politiker endlich mehr gegen den Klimawandel unternehmen, damit die folgenden Generationen noch eine gute Zukunft auf der Erde haben.

Das Thema ist vielen so wichtig, dass sie in dieser Zeit dafür nicht zur Schule gehen. Das finden nicht alle gut: Der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU findet, die Schüler sollten lieber nach Schulschluss demonstrieren.

Den Anfang hat die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden gemacht. Sie demonstriert seit August 2018 immer freitags vor dem Reichstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. "Skolstrejk för Klimatet" steht auf ihrem Schild, das heißt auf Deutsch: "Schulstreik für das Klima".

Greta hat außerdem schon vor vielen wichtigen Versammlungen gesprochen. Zum Beispiel auf der Klimakonferenz in Polen und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Und sie hat mit vielen Politikern und Journalisten gesprochen. Im März wurde bekannt, dass Greta auch für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

Inzwischen ist Greta so etwas wie das Vorbild der Klimaretter geworden.

Auch in anderen Ländern gibt es Proteste: Zum Beispiel hier in Paris.

Am Freitag, 15.03.2019, haben so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie für den Klimaschutz demonstriert. Auch Eltern waren dabei.

Auch in den Sommerferien demonstrieren die Schüler - hier in Castrop-Rauxel - und haben sich meist schon früh morgens ab 7.30 Uhr versammelt. Das zeigt auch, dass es ihnen nicht ums Schulschwänzen geht.

Stand: 15.03.2019, 16:26

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