Lexikon: Warum ist es so schwierig, ein Atommüll-Endlager zu bauen?

Fässer mit Atommüll

Lexikon: Warum ist es so schwierig, ein Atommüll-Endlager zu bauen?

In einem Atomkraftwerk wird aus Uran unglaubliche Hitze erzeugt. Im Reaktor findet die Kernspaltung statt. Dabei wird das Uran in andere Elemente umgewandelt, zum Beispiel in Plutonium. Es entstehen mehr als 200 künstlich erzeugte Stoffe - und die haben es in sich.

Große Hitze

Sie enthalten die zehnmilliardenfache Radioaktivität von natürlichem Uran. Nur ganz, ganz langsam klingt die Radioaktivität ab.

Der hochgefährliche Atommüll muss für eine Million Jahre ganz sicher aufbewahrt werden. Er darf auf keinen Fall in die Umwelt gelangen. Menschen, Tiere und Pflanzen dürfen mit den abgebrannten Brennelementen aus einem Atomkraftwerk nicht in Berührung kommen.

Bisher kein Endlager

Noch gibt es auf der ganzen Welt keinen Ort für diesen gefährlichen Müll. Auch wenn die finnische Regierung jetzt den Bau eines Endlagers beschlossen hat, soll es frühestens in 35 Jahren in Betrieb gehen. Niemand weiß, ob sich die Pläne wirklich umsetzen lassen.

In Deutschland ist der Plan für ein Endlager schon mal gescheitert. Lange dachte man, den hochradioaktiven Atommüll in Gorleben lagern zu können. Der Salzstock eignet sich aber nicht für ein atomares Endlager, obwohl sehr viel Geld dafür ausgegeben wurde, alles vorzubereiten.

Jetzt beginnt man in Deutschland bei der Suche ganz von vorn. Es ist völlig ungewiss, ob man fündig wird. Niemand will so ein gefährliches Endlager in der Nähe haben. Und niemand kann vorhersagen, wie sich in einer Million Jahre die Erde verändert.

Stand: 13.11.2015, 14:05

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