Lexikon: Was sind Gefahren für Zugvögel?

Eine Formation Zugvögel zieht am Himmel entlang

Lexikon: Was sind Gefahren für Zugvögel?

200 Vogelexperten aus mehr als 70 Ländern beraten derzeit in Bonn darüber, wie Vögel, die am Wasser leben, besser geschützt werden können. Es gibt viele Gefahren.

Der riesige weiße Storch, der ebenso große Kranich und die rosa-weißen Flamingos, aber auch die kleine, schwarz weiße Seeschwalbe fliegen in jedem Herbst von Europa nach Afrika.

Futter für Zugvögel in Afrika

Wenn bei uns die Landschaft schneeweiß und gefroren und kein Futter zu finden ist, dann gibt es in Afrika immer noch Heuschrecken, Mücken, Blumen und Körner zu fressen. Leider sind all diese Wasservögel in Europa und in Afrika gefährdet.

Die Seeschwalben bauen ihre Nester auf dem Boden und dürfen dabei nicht gestört werden. Solche ruhigen Gebiete sind in Europa selten geworden. Zugvögel brauchen auch Wasser und überhaupt feuchte Gebiete, wo sie ihr Futter suchen. Solche Lebensräume sind in Afrika selten geworden. Die afrikanischen Bauern, die froh sind, wenn sie selbst genug Essen auf ihrem Acker produzieren können, mögen manche Zugvögel gar nicht, weil sie ihnen einen Teil der Ernte wegfressen. Also vertreiben sie solche Zugvögel.

Erfahrungen austauschen

Bei der UNO-Konferenz in Bonn tauschen die Experten Erfahrungen aus: Welche Schutzmaßnahmen wirken besonders gut, sind nicht zu teuer und mit den Interessen der armen afrikanischen Bauern vereinbar?

Die Experten sind sich sicher: Man muss diese ziehenden Wasservögel an allen Orten schützen, die sie im Laufe eines Jahres aufsuchen. Und notfalls müssen die reichen Europäer auch dafür bezahlen, dass man in Afrika nicht alle Insekten totspritzt, weil sie der Ernte schaden. Sondern sie als Futter für die Insektenfressenden Zugvögel leben lässt.

Stand: 09.11.2015, 15:00

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