Lexikon: Was ist die Rote Liste?

Kammmolch

Lexikon: Was ist die Rote Liste?

Rot ist ja eine Signalfarbe, und so will auch die so genannte "Rote Liste" vor etwas warnen. Naturschützer erstellen alle 10 Jahre die "Rote Liste der gefährdeten Tier-, Pflanzen und Pilzarten".

Viele Arten auf der ganzen Welt sind vom Aussterben bedroht, weil Menschen ihnen ihren Lebensraum wegnehmen oder sie jagen. Bei uns in Nordrhein-Westfalen ist fast die Hälfte aller Tier-, Pflanzen und Pilzarten gefährdet oder sogar schon ausgestorben. Die Landesregierung will das Artensterben nun mit einem neuen Gesetz bremsen.

Wenn man zu Fuß durch ganz Nordrhein-Westfalen wandern würde, käme man hauptsächlich an Feldern, Dörfern und Städten vorbei, also an Orten, an denen der Mensch die Natur stark verändert hat. Blumenwiesen und unberührte Natur findet man immer seltener. Das will die Landesregierung ändern:

Im Nationalpark Eifel darf Natur nicht verändert werden

Eine wichtige Möglichkeit, die Natur zu beschützen, ist zum Beispiel das Bestimmen einer Fläche als Nationalpark. Bisher gibt es bei uns den Nationalpark Eifel. In dem Nationalpark zwischen Düren, Aachen und belgischer Grenze wird die Natur besonders geschützt. Dort darf kaum etwas verändert werden.

Zum Beispiel werden keine Bäume gefällt, um mit ihrem Holz möglichst viel Geld zu verdienen. Mit einer Ausnahme: Bäume, die dort eigentlich gar nicht hingehören und die heimischen Arten erdrücken.

Einige Arten könen vor dem Aussterben bewahrt werden

Fachleute, die seit Jahren beobachten, wie es den Tieren und Pflanzen geht, haben schon festgestellt, dass im Nationalpark vom Aussterben bedrohte Arten besonders gut geschützt werden können. Einige bedrohte Arten, wie den Kammmolch, haben sie hier schon entdeckt.

Deshalb soll nun bald ein zweiter Nationalpark in NRW entstehen - möglicherweise in der Senne in Ostwestfalen-Lippe. Das ist eine Landschaft zwischen Bielefeld, Paderborn, Gütersloh und Detmold. Wichtig für Insekten ist aber noch etwas anderes: Blumenwiesen sollen in Zukunft nicht mehr in Felder und Äcker umgewandelt werden dürfen.

Naturschützer sind nicht zufrieden mit dem neuen Gesetz

In dem neuen Gesetz stehen noch andere Vorhaben drin. Bis das Gesetz gilt, wird es aber noch bis zum nächsten Frühjahr dauern.

Naturschützer haben schon angekündigt, dass sie bis dahin noch Verbesserungen vorschlagen wollen.

Stand: 25.06.2015, 14:05

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