Lexikon: Wieso stellen wir die Uhren um?

Lexikon: Wieso stellen wir die Uhren um?

Zwei Mal pro Jahr stellen wir die Uhren um. Im Herbst eine Stunde zurück bei der Umstellung auf die Winterzeit. Und im Frühling dann wieder eine Stunde vor. Warum eigentlich?

Am Sonntag eine Stunde länger liegen bleiben

Jetzt im Herbst fällt das Aufstehen manchmal schwer. Außerhalb des warmen und gemütlichen Bettes ist es kalt und draußen ist es dunkel. Auch auf dem Schulweg wirkt es jetzt nach den Herbstferien wie mitten in der Nacht. Doch keine Sorge: zumindest etwas Besserung ist in Sicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag bekommen wir eine Stunde geschenkt. Denn die Uhren werden von 3 Uhr auf 2 Uhr nachts zurückgestellt. Dann ist es morgens früher hell.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt sie: die Winterzeit. Sie gilt bis Ende März, dann werden die Uhren für die Sommerzeit wieder vorgestellt. Und die Stunde, die wir jetzt länger im Bett liegen bleiben können, ist dann wieder futsch. Die Umstellung findet übrigens immer am Wochenende statt. Damit sich die Menschen daran gewöhnen können – und am Montag dann pünktlich auf der Arbeit oder in der Schule sind.

Zeitumstellung wurde vor 30 Jahren eingeführt

Eingeführt wurde die Zeitumstellung vor 30 Jahren. Die Idee dahinter war einmal, dass man so Energie sparen könne. Denn wenn wir jetzt im Herbst eine Stunde zurückdrehen, wird es morgens früher hell und abends früher dunkel. Endet die Winterzeit im Frühling, ist es wiederum abends länger hell. So schalten die Menschen im Sommer später das Licht an und das spart Strom, dachten die Politiker. Doch inzwischen glauben viele Experten, dass das nichts bringt. Denn es gibt sehr viele Geräte die Tag und Nacht laufen wie Kühlschränke oder Computer. Das verbraucht rund um die Uhr Energie. Trotzdem bleibt es bei Sommer- und Winterzeit.

Körper muss sich umgewöhnen

Unser Körper muss sich immer wieder an die Zeitumstellung gewöhnen. Das kann bis zu 14 Tage dauern, sagen Wissenschaftler – aber bei den Meisten geht es schneller. Die Umgewöhnungszeit ist jedenfalls erst einmal anstrengend für unseren Körper. Aber immerhin sind wir dann jetzt im Winter morgens wacher – und gehen meist freiwillig früher ins Bett.

Eine richtige Herausforderung ist die Zeitumstellung für Milchbauern. Denn die müssen ihre Kühe langsam an die neue Uhrzeit gewöhnen. Man kann Kühe nämlich nicht plötzlich einfach eine Stunde später melken. Deshalb nutzen viele Bauern einen Trick: sie melken schon seit einigen Tagen ihre Kühe jeden Tag fünf Minuten später. So können sich die Tiere langsam umgewöhnen.

Stand: 23.10.2015, 14:05

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