Große Überraschung am Great Barrier Reef

Große Überraschung am Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef vor Australien ist das größte Riff der Erde und durch den Klimawandel stark gefährdet. Noch aber hält es auch Überraschungen parat: Jetzt wurde ein neues Korallenriff entdeckt.

Great Barrier Reef

Meeresforscherinnen und Meeresforscher haben zum ersten Mal seit 120 Jahren ein riesiges, freistehendes Korallenriff in Australiens weltberühmten Great Barrier Reef entdeckt. Das Korallenriff ist 1,5 Kilometer breit und liegt an seinem obersten Punkt 40 Meter unter der Meeresoberfläche.

Meeresforscherinnen und Meeresforscher haben zum ersten Mal seit 120 Jahren ein riesiges, freistehendes Korallenriff in Australiens weltberühmten Great Barrier Reef entdeckt. Das Korallenriff ist 1,5 Kilometer breit und liegt an seinem obersten Punkt 40 Meter unter der Meeresoberfläche.

Mit diesem Unterwasser-Roboter wurde das neue Korallenriff entdeckt. Er hat hochauflösende Kameras an Bord und kann damit unter Wasser tolle Fotos machen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befinden sich auf einer einjährigen Reise rund um Australien und haben jetzt ihre erste große Entdeckung gemacht.

Das Great Barrier Reef heißt auf deutsch "Großes Barriere-Riff" und liegt vor der Nordküste Australiens. Leider gab es in letzter Zeit viele schlechte Meldungen von dort. Das Riff ist von der sogenannten "Korallenbleiche" befallen. Wissenschaftler glauben, dass es sich nicht wieder erholt - sie befürchten sogar, dass es komplett verschwinden könnte.

Korallen reagieren ganz stark auf Temperaturen und können nur in bestimmten Bereichen existieren. Hier seht ihr einen "roten Schwamm", der noch gesund ist.

Korallen bilden quasi ein Team zusammen mit Algen, die auf ihnen sitzen. Wegen der Algen sind die Korallen auch so unterschiedlich gefärbt. Den für beide Seiten sinnvollen Zusammenschluss zwischen Korallen und Algen nennt man "Symbiose".

Wenn das Wasser wärmer wird, stoßen die Korallen die Algen ab. Dadurch verlieren sie ihre schönen bunten Farben und werden bleich. Die "Korallenbleiche" ist also der Zustand, wenn die Algen nicht mehr auf den Korallen sitzen.

Wenn das Wasser zu lange eine höhere Temperatur hat - und der Klimawandel bewirkt genau das - dann ist das hochgefährlich für das gesamte Riff. Denn die Korallen brauchen die Algen. Ohne sie sterben sie irgendwann vollständig ab.

Viele Fachleute sind über den Zustand des Great Barrier Reefs besorgt. 400 Millionen Jahre haben die Korallen den Wandel auf der Erde überlebt, "aber wenn jetzt nicht weltweit etwas gegen den Klimawandel getan wird", so ein Experte, "haben wir im Jahr 2100 höchstens hier und da noch ein paar Korallen, aber keine Riffe mehr."

Damit würde auch der Lebensraum für viele Tiere verschwinden. Einer der bekanntesten Bewohner ist der "Clownfisch". Eigentlich heißt er "Anemonenfisch". Und das aus gutem Grund: Er lebt nämlich in der Nähe von oder sogar in Seeanemonen und entfernt sich aus Sicherheitsgründen nur höchstens vier Meter von seiner Anemone.

Auch die Grüne Meeresschildkröte kann man am Great Barrier Reef entdecken. Sie ist die zweitgrößte Meeresschildkröte der Welt. Sie kann bis zu 140 Zentimeter lang werden und 185 Kilogramm wiegen.

Stand: 26.10.2020, 13:21 Uhr

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