Augen in den Nachthimmel: Die Geminiden kommen!

Augen in den Nachthimmel: Die Geminiden kommen!

Ein Sternschnuppenschauer ist wie ein Feuerwerk am Himmel. In der Adventszeit kann man bei klarem Nachthimmel die Geminiden beobachten. Aber was sind Sternschnuppen eigentlich? Wir erklären es euch!

 Eine Sternschnuppe ist in der Nacht am Sternenhimmel

Ein heller Lichtstreifen am Nachthimmel. Eine Sternschnuppe zu beobachten, ist etwas ganz Besonderes. Deshalb hat der Beobachter auch einen Wunsch frei: Augen schließen, sich etwas wünschen und keinem davon erzählen. Aber woher kommen die Sternschnuppen eigentlich?

Ein heller Lichtstreifen am Nachthimmel. Eine Sternschnuppe zu beobachten, ist etwas ganz Besonderes. Deshalb hat der Beobachter auch einen Wunsch frei: Augen schließen, sich etwas wünschen und keinem davon erzählen. Aber woher kommen die Sternschnuppen eigentlich?

Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Objekte aus dem All in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Dabei wird das Gestein des Meteoriden ganz heiß und fängt an zu leuchten. Und diese Leuchten ist für wenige Sekunden als helle Spur am Himmel sichtbar. Das alles passiert in einer Höhe von 80 bis 120 Kilometern.

Sternenforscher bezeichnen Sternschnuppen auch als "Meteor". Sie sind kleine Gesteinsbrocken, die durchs Weltall rasen. Nur sehr selten sind die in die Erdatmosphäre eindringenden Teilchen größere Brocken von mehreren Zentimetern oder gar Metern Größe. Solche große Sternschnuppen werden von den Forscherinnen und Forschern auch als Feuerkugeln bezeichnet.

Meistens treten Sternschnuppen verteilt auf, doch manchmal lässt sich ein regelrechter Meteorschauer mit bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Es gibt zwei große Sternschnuppenschauer, die Himmelsgucker im Jahresverlauf beobachten können. Im August treten Jahr für Jahr die Perseiden auf.

Die Perseiden sind abgelöste Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. In den 1860-er Jahren bemerkte der italienische Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli zunächst, dass die regelmäßig im August auftretenden Sternschnuppen offenbar im Zusammenhang mit einem Kometen stehen, der 1862 von den Wissenschaftlern Lewis Swift und Horace Tuttle entdeckt worden war und die Sonne alle 130 Jahre auf einer langgestreckten Ellipsenbahn umrundet.

In der Adventszeit erscheinen die so genannten Geminiden. Der Name der Geminiden leitet sich vom Sternenbild der Zwillinge ab, wo sie auftreten. Nur wenige Tage später tritt ein weiterer Meteorensturm auf. Um Weihnachten herum kommen auch noch die Ursiden.

Die Geminiden und Ursiden haben übrigens nichts mit dem Stern über Bethlehem zu tun. Bis heute ist nicht geklärt, was die Heiligen Drei Könige am Himmel gesehen haben, als sie sich auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben. Die Sternenforschung vermutet, dass es vor 2000 Jahren eine seltene Planetenanordnung am Himmel gegeben haben könnte. Eine Theorie sagt, dass die Planeten Jupiter und Saturn fast an der gleichen Stelle am Himmel zu sehen waren und die Menschen das damals als einen großen Stern gedeutet haben.

Stand: 09.12.2020, 16:11 Uhr

Darstellung: