Wertvolles Mondgestein zum Staunen

Wertvolles Mondgestein zum Staunen

China erforscht den Mond. Erstmals seit 40 Jahren ist eine Weltraum-Mission gestartet, die das Ziel hat, Mondgestein zur Erde zu bringen. Bei einer erfolgreichen Rückkehr wäre China nach den USA und der ehemaligen Sowjetunion die dritte Raumfahrtnation, der das gelingt.

Eine Weltraumrakete hebt ab.

Los geht's zum Mond. Die chinesische Rakete "Langer Marsch 5" ist am Dienstagmorgen abgehoben. In ein paar Tagen soll sie einen Roboter auf dem Mond absetzen, der Gestein und Bohrproben einsammelt, die dann zurück zur Erde gebracht werden sollen. Die chinesischen Forscherinnen und Forscher erhoffen sich von den Proben wichtige neue Erkenntnisse über die Geschichte des Mondes.

Los geht's zum Mond. Die chinesische Rakete "Langer Marsch 5" ist am Dienstagmorgen abgehoben. In ein paar Tagen soll sie einen Roboter auf dem Mond absetzen, der Gestein und Bohrproben einsammelt, die dann zurück zur Erde gebracht werden sollen. Die chinesischen Forscherinnen und Forscher erhoffen sich von den Proben wichtige neue Erkenntnisse über die Geschichte des Mondes.

Die Mission gilt als sehr kompliziert. Nach dem Aufsetzen auf der Mondoberfläche soll das Landegerät mit einem langen Arm rund zwei Kilogramm Mondgestein sammeln. Auch aus mehreren Meter Tiefe soll es Gestein herausbohren. Alle Proben werden in einer Kammer verstaut. Aber der Roboter muss sich beeilen. Er kann nur kurze Zeit auf dem Mond bleiben, weil er nicht beheizt ist und in den eiskalten Nächten auf dem Mond kaputt gehen würde.

So sieht die Mondoberfläche aus der Nähe aus. Das Mondgestein ist älter als jedes Gestein, das jemals auf der Erde gefunden wurde. Die Proben, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bislang untersucht haben, sind bis zu 4,6 Milliarden Jahre alt. Sie stammen also genau aus der Zeit, in der unser Sonnensystem und die Erde entstanden sind.

Trotz seines sehr hohen Alters besteht das Mondgestein aus ähnlichen Stoffen wie das Gestein auf der Erde. Allerdings findet man recht wenig Eisen, Kalium und Natrium in den Mondgesteinen.

Es gibt bereits Mondgestein auf der Erde. Das meiste haben die Astronauten der USA gesammelt, die in den 1960er und 1970er Jahren mehrfach auf dem Mond waren. Rund 380 Kilogramm haben sie mit auf die Erde gebracht. Die Sowjetunion, die heute Russland heißt, sammelte auf ihren Mond-Missionen rund 300 Gramm Mondstaub ein. Und ab und zu schlagen auch Meteroiten mit Mondgestein auf der Erde ein. Dieser fünfeinhalb Kilogramm schwere Brocken wurde 2017 in Afrika entdeckt.

Nein, das ist kein ganz normaler Kulturbeutel! Mit diesem kleinen Beutel brachte der erste Mensch auf dem Mond, der Astronaut Neil Armstrong, im Jahr 1969 Mondgestein mit auf die Erde. Der Beutel ist so wertvoll, dass er vor zwei Jahren für umgerechnet 1,5 Millionen Euro versteigert wurde.

In einigen Museen kann man sich heutzutage Mondgestein ganz genau anschauen. Hier übergibt der ehemalige Astronaut Alan Bean (rechts) ein Stück Mondgestein an seinen deutschen Kollegen Thomas Reiter (links). Alan Bean war der vierte Mensch auf dem Mond. Die 92 Gramm Mondgestein wurden bei einer Ausstellung in Oberhausen präsentiert.

Stand: 24.11.2020, 15:15 Uhr

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