Wie in den USA der Präsident gewählt wird

Wie in den USA der Präsident gewählt wird

Alle vier Jahre wählen die US-Amerikaner einen neuen Präsidenten. In diesem Jahr fällt die Entscheidung zwischen dem aktuellen Präsidenten Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden.

Donald Trump am Rednerpult

Seit 2017 ist Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er will im Amt bleiben und hofft, dass er vier weitere Jahre die USA regieren darf. Danach wäre aber Schluss. In den USA bleibt der Präsident höchstens acht Jahre im Amt. Spätestens dann wird ein neuer Präsident gewählt.

Seit 2017 ist Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er will im Amt bleiben und hofft, dass er vier weitere Jahre die USA regieren darf. Danach wäre aber Schluss. In den USA bleibt der Präsident höchstens acht Jahre im Amt. Spätestens dann wird ein neuer Präsident gewählt.

Joe Biden will eine weitere Amtszeit von Donald Trump verhindern. Der 77-jährige Politiker will auch Präsident werden. Unter dem Vorgänger von Donald Trump, Barack Obama, war Biden bereits Vize-Präsident, also dessen Stellvertreter.

In den USA gibt es zwei großen Parteien, die Demokraten und die Republikaner. Der Präsident gehörte in den vergangenen 180 Jahren immer einer dieser Parteien an. Die Demokraten haben einen Esel als Wappentier, das Maskottchen der republikanischen Partei ist ein Elefant.

In diesem Jahr geht Joe Biden für die Demokraten ins Rennen. Für die Republikaner tritt Donald Trump an. Am Wahltag geben die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner dem Kandidaten ihre Stimme, den sie gerne als Präsidenten hätten. Mit ihrer Stimme wählen sie aber nicht den Präsidenten direkt. Sie wählen einen Vertreter oder eine Vertreterin, der oder die später für sie den Präsidenten wählen soll. Diese Vertreter heißen Wahlleute.

Insgesamt gibt es in den USA 538 Wahlleute. Aus jedem der 50 Bundesstaaten, aus denen die USA bestehen, kommen mehrere Wahlleute. Wie viele Wahlleute ein Bundesstaat hat, hängt davon ab, wie viele Menschen dort leben. So hat zum Beispiel der Bundesstaat Alaska nur drei Wahlleute. Denn dort leben nur etwa eine Million Menschen. Der Bundesstaat Kalifornien hat 55 Wahlleute, aber auch 39 Millionen Einwohner.

Nach der Wahl wird in jedem Bundesstaat gezählt, wie viele Stimmen die Präsidentschaftskandidaten bekommen haben. Derjenige, der in einem Staat, die meisten Stimmen bekommen hat, gewinnt den Bundesstaat und bekommt alle Wahlleute.

Deshalb ist es für Donald Trump und Joe Biden besonders wichtig, die großen Bundesstaaten zu gewinnen, weil sie so auf einen Schlag viele Wahlleute bekommen. Dieses Prinzip nennt man auch: "The winner takes it all". Das ist englisch und heißt so viel wie "Der Gewinner bekommt alle Stimmen".

Für einige Bundesstaaten kann man schon vor der Wahl sagen, welcher Kandidat ihn gewinnen wird. Die demokratische Partei gewinnt eigentlich immer die Wahlleute aus Kalifornien und New York und die Republikaner liegen immer in Tennessee und Alabama vorne.

Deshalb konzentrieren sich die Präsidentschaftskandidaten in ihrem Wahlkampf auf die sogenannten "Swing States". Man könnte sie auch Deutsch als "Wackelkandidaten" bezeichnen. Zu dieser Gruppe von Staaten gehören unter anderem Florida, Pennsylvania, North Carolina und Ohio. In diesen Staaten wechselt die Mehrheit von Wahl zu Wahl. Wer also Präsident werden will, muss möglichst viele Swing States gewinnen.

Am Ende der Wahl steht fest, welche Bundesstaaten und wie viele Wahlleute die beiden Kandidaten hinter sich haben. Um die Wahl zu gewinnen, braucht man mindestens 270 der insgesamt 538 Wahlleute. Die Männer und Frauen wählen dann stellvertrend für das ganze Volk den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Im Januar 2021 wird dann der Präsident in der Hautpstadt Washington in sein Amt eingeführt. Er muss einen Amtseid auf die Verfassung der USA abgeben und unter anderem sagen, dass er er das Land nach besten Kräften wahren, schützen und verteidigen wird.

Danach hält der Präsident seine erste Rede vor dem Volk. Zur Amtseinführung kommen Hundertausende Menschen nach Washington, um den Präsidenten in seinem Amt zu begrüßen. Wie das in Corona-Zeiten ablaufen wird, ist aber noch nicht ganz klar. Eine Frau war in den USA übrigens bisher noch nie Präsidentin.

Der Präsident der USA regiert sein Land vom Weißen Haus in Washington aus. Hier lebt der Präsident mit seiner Familie und hat sein Büro. Außerdem empfängt er hier seine Gäste aus aller Welt und gibt Pressekonferenzen vor den Journalisten.

Stand: 03.11.2020, 13:26 Uhr

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