So leben die Feldhamster im Zoo in Kerkrade

So leben die Feldhamster im Zoo in Kerkrade

Eigentlich leben Feldhamster am liebsten in Getreidefeldern und graben sich dort Höhlen in der Erde. Aber: Es gibt kaum noch Feldhamster, sie sind vom Aussterben bedroht. Darum werden Hamster von Experten gezüchtet und dann in der Natur ausgewildert. Zum Beispiel im Gaia Zoo in Kerkrade ...

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In diesen grünen Containern im Gaia Zoo in Kerkrade wohnen im Sommer über hundert Feldhamster. Die Zoobesucher kommen nicht bis hierhin. Die meisten wissen gar nicht, dass die Feldhamster hier für eine Weile leben. In diesen Containern werden sie nämlich gezüchtet. Denn in der Natur gibt es kaum noch Feldhamster.

In diesen grünen Containern im Gaia Zoo in Kerkrade wohnen im Sommer über hundert Feldhamster. Die Zoobesucher kommen nicht bis hierhin. Die meisten wissen gar nicht, dass die Feldhamster hier für eine Weile leben. In diesen Containern werden sie nämlich gezüchtet. Denn in der Natur gibt es kaum noch Feldhamster.

In jeder dieser großen Kisten wohnt ein Feldhamster. Nur frisch gebackene Hamstermamas wohnen ein paar Wochen zusammen mit ihren Jungen in einer Kiste. In den Kisten ist es dunkel und kühl – so wie in den Hamsterbauten in freier Natur. Dort graben sich die Hamster unter der Erde einen gemütlichen Bau, am liebsten in Getreidefeldern. Mit Stroh bauen sie sich darin ein Nest.

Die meiste Zeit schlafen und ruhen die Feldhamster. Auch in der Natur. Nur zum Fressen und zur Partnersuche gehen sie raus. Wenn die Tierpfleger im Zoo aber gelegentlich in die Kisten schauen, um nach dem Rechten zu sehen, ist die Aufregung groß und die Hamster ganz verdutzt.

Dieser Hamster wird gleich ausgewildert. Das heißt, er darf zum ersten Mal auf ein Feld und kommt dort hoffentlich gut zurecht. In der Natur werden immer weniger Feldhamster geboren, darum müssen sie gezüchtet werden. Das Problem in der Natur: Die Feldhamster haben viele Feinde, zum Beispiel Greifvögel. Und die Felder, auf denen sie leben, werden immer früher abgeerntet. Dann entdecken die Greifvögel die Feldhamster schneller und fangen sie.

Die Feldhamster werden in kleinen durchsichtigen Kisten auf ein Feld gebracht. Auf diesem Feld erntet der Bauer später, damit die Feldhamster länger in Deckung bleiben können. In dieser Kiste wartet ein Weibchen auf die Freiheit.

Gerard Müskens ist Wissenschaftler und kümmert sich um die Feldhamster. Er hat schon ein paar Löcher im Feld gegraben, in denen der Hamster gleich verschwinden kann. Dafür stellt Gerard Müskens die Transportkiste mit der Öffnung nach unten auf das Loch des Baus. Dann zieht er die Holzplatte weg. Der Hamster kann nun einfach ins Loch rennen.

Dieses besonders große Feldhamster-Männchen wollte nicht gleich in den Bau. Erst nach einer kurzen Weile und ein bisschen Rumschnuppern verließ es die Transportkiste.

Na also, geht doch! Im Bau wartet schon Futter auf den neuen Bewohner, zum Beispiel Sonnenblumenkerne. Nun kann sich der Feldhamster erst mal vom Stress erholen und auf das Weiterbauen konzentrieren. Das Loch wird dann mit Stroh und Grünzeug leicht verschlossen, damit der Hamster nicht sofort wieder rausrennt und auch noch etwas Frisches zum Fressen hat.

Stand: 29.08.2018, 15:46 Uhr

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