Enten haben Heuschrecken zum Fressen gern

Enten haben Heuschrecken zum Fressen gern

Milliarden von Heuschrecken fressen den Bauern in Pakistan und Ostafrika die Ernte weg. In Pakistan soll jetzt eine riesige Enten-Armee aus China gegen die Heuschreckenplage aufmarschieren.

Heuschreckenplage in Pakistan

Das südasiatische Land Pakistan leidet seit Monaten unter riesigen Heuschrecken-Schwärmen, die alles kahl fressen, was ihnen unter die Flügel kommt. Hier seht ihr pakistanische Bauern, die vergeblich versuchen, die Tiere zu vertreiben - mit Stöcken oder lärmenden Blechkanistern.

Das südasiatische Land Pakistan leidet seit Monaten unter riesigen Heuschrecken-Schwärmen, die alles kahl fressen, was ihnen unter die Flügel kommt. Hier seht ihr pakistanische Bauern, die vergeblich versuchen, die Tiere zu vertreiben - mit Stöcken oder lärmenden Blechkanistern.

Weil die Heuschrecken so gefräßig sind, fürchen die Behörden in Pakistan schon, dass bald nicht mehr genug geerntet werden kann, um das Land zu versorgen. Deshalb haben sie den Notstand ausgerufen. Hier hält ein Bauer eine Heuschrecke zwischen seinen Fingern.

Um der Heuschreckenplage Herr zu werden, müsste man tonnenweise Gift versprühen. Damit zerstört man allerdings auch alle Feldfrüchte - genauso wie die Heuschrecken es tun. Pakistans Nachbarland China hat eine bessere Idee.

100.000 Enten aus China sollen jetzt nach Pakistan gebracht werden. Auch in China haben Enten vor 20 Jahren bei einer Heuschreckenplage geholfen. Eine Ente vertilgt bis zu 200 Heuschrecken an einem Tag. Auch Hühner mögen gerne Heuschrecken, sie schaffen allerdings nur 70 am Tag. Und Enten lassen sich besser als Herde von Feld zu Feld treiben. Hoffentlich heißt es in Pakistan also bald: Ente gut, alles gut.

Auch Ostafrika wird seit Monaten von einer schlimmen Heuschrecken-Plage heimgesucht - die schlimmste seit vielen Jahrzehnten, sagen Experten. Allein ein Schwarm in Kenia sei mit Hunderten Millionen von Insekten fast so groß wie das Saarland - sagt die UN-Ernährungsorganisation.

Ein Schwarm bewegt sich bis 150 Kilometer pro Tag vorwärts, deshalb sind immer mehr Länder in Ostafrika betroffen, bislang vor allem Kenia, Somalia und Äthiopien. Und auch in Pakistan in Asien sind riesige Heuschrecken-Schwärme unterwegs.

Das Summen von Millionen Heuschrecken mischt sich auf den Feldern mit dem Klappern von Stöcken, Töpfen und anderen Gegenständen, mit denen die Bauern versuchen, die Tiere zu verjagen.

Die Wüstenheuschrecke ist ziemlich groß, etwa 9 Zentimenter. So groß wie ein Klebestift. Die Tiere sind gelb oder braun.

Ein besonders feucht-warmes Wetter hat in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass die Wüstenheuschrecken sich unglaublich stark vermehrt haben.

Die Insekten fallen über die Pflanzen her und fressen in kürzester Zeit ganze Felder kahl. Ein durchschnittlicher Schwarm kann an einem Tag Feldfrüchte zerstören, die 2.500 Menschen ernähren können.

Verjagen hilft nicht, einfangen geht nicht, weil es zuviele sind. Hier versprüht ein Flugzeug Gift über einem Wüstenheuschreckenschwarm im Norden Kenias. 

Stand: 03.02.2020, 17:11 Uhr

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