Heuschrecken fressen Ostafrika kahl

Heuschrecken fressen Ostafrika kahl

Die Menschen in Ostafrika leiden unter einer schlimmen Heuschrecken-Plage. Riesige Schwärme fressen die Ernte weg und lassen für die Bauern auf den Feldern nichts übrig.

Heuschreckenplage Ostafrika

Die Heuschrecken-Plage in Ostafrika ist die schlimmste seit vielen Jahrzehnten, sagen Experten. Allein ein Schwarm in Kenia sei mit Hunderten Millionen von Insekten fast so groß wie das Saarland - sagt die UN-Ernährungsorganisation.

Die Heuschrecken-Plage in Ostafrika ist die schlimmste seit vielen Jahrzehnten, sagen Experten. Allein ein Schwarm in Kenia sei mit Hunderten Millionen von Insekten fast so groß wie das Saarland - sagt die UN-Ernährungsorganisation.

Ein Schwarm bewegt sich bis 150 Kilometer pro Tag vorwärts, deshalb sind immer mehr Länder in Ostafrika betroffen, bislang vor allem Kenia, Somalia und Äthiopien. Und auch in Pakistan in Asien sind riesige Heuschrecken-Schwärme unterwegs.

Das Summen von Millionen Heuschrecken mischt sich auf den Feldern mit dem Klappern von Stöcken, Töpfen und anderen Gegenständen, mit denen die Bauern versuchen, die Tiere zu verjagen.

Die Wüstenheuschrecke ist ziemlich groß, etwa 9 Zentimenter. So groß wie ein Klebestift. Die Tiere sind gelb oder braun.

Ein besonders feucht-warmes Wetter hat in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass die Wüstenheuschrecken sich unglaublich stark vermehrt haben.

Die Insekten fallen über die Pflanzen her und fressen in kürzester Zeit ganze Felder kahl. Ein durchschnittlicher Schwarm kann an einem Tag Feldfrüchte zerstören, die 2.500 Menschen ernähren können.

Verjagen hilft nicht, einfangen geht nicht, weil es zuviele sind. Hier versprüht ein Flugzeug Gift über einem Wüstenheuschreckenschwarm im Norden Kenias. 

Stand: 03.02.2020, 17:11 Uhr

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