Plastik müllt unsere Meere zu

Plastik müllt unsere Meere zu

Auf dem pazifischen Ozean treibt ein riesiger Müllteppich. Dieser Müll ist lebensgefährlich für viele Tiere. Sie verenden oft qualvoll. Die Europäische Union will jetzt zumindest etwas gegen Plastikmüll tun.

Müllhaufen unter Wasser

Dass in unseren Ozeanen viel zu viel Müll treibt, wissen wir schon lange. Mit Hilfe von Flugzeugbildern kam heraus: Der Müllteppich allein auf dem Pazifik ist viermal so groß wie Deutschland - und er wächst weiter.

Dass in unseren Ozeanen viel zu viel Müll treibt, wissen wir schon lange. Mit Hilfe von Flugzeugbildern kam heraus: Der Müllteppich allein auf dem Pazifik ist viermal so groß wie Deutschland - und er wächst weiter.

Wissenschaftler aus den Niederlanden haben sich den Müllteppich genauer angeguckt. Das allermeiste Zeug ist Plastikmüll. Ungefähr die Hälfte sind Teile alter Fischernetze, Tüten und ähnliches. Darin könnten sich Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner verfangen.

Forscher in Australien haben die Auswirkungen des Mülls bei Meeresschildkröten untersucht. Sie fanden heraus: vor allem junge Meeresschildkröten fressen Plastik. Dafür gibt es mehrere Gründe: sie halten sich überwiegend an der Küste oder der Wasseroberfläche auf und suchen dort nach Futter - und dort befindet sich der meiste Müll. Außerdem ähneln Plastiktüten Quallen, die die Schildkröten mögen. Die Tiere halten sie also für fälschlicherweise für Futter...

Auch wenn das Seepferdchen mit dem Wattestäbchen lustig aussieht - über kurz oder lang sind alle Plastikteile im Meer gefährlich. Der Grund: Sie sind biologisch nicht abbaubar. Das heißt, sie werden nicht zersetzt.

Stattdessen wird Plastik in den Meeren mit der Zeit zerrieben und immer kleiner, so dass die Teilchen von Fischen und Seevögeln verschluckt werden und ihre Mägen verstopfen. Mikroplastikteilchen sind so klein wie auf diesem Bild, oder auch noch kleiner.

Vögel, wie dieser Austernfischer, fressen Fische, die Mikroplastik verschluckt haben - und so gelangen die tödlichen Teilchen auch in ihre Körper.

Viel Plastikmüll kommt auch von den großen Schiffen, deren Besatzung oft Müll über Bord wirft. Manchmal passiert es auch, dass ein Schiff in einen Sturm gerät und Behälter mit Plastiksachen verliert. Tiere wie diese Krabbe bleiben oft darin hängen.

Für den vielen Müll sehen die Wissenschaftler noch einen anderen Grund: den Tsunami in Japan vor sieben Jahren. Damals überspülte eine riesige Flutwelle die japanische Küste auf Hunderten Kilometern. Hier seht ihr angespülten Plastikmüll auf einer kleinen Insel im Südpazifik.

Wie viel Müll insgesamt im Meer schwimmt, ist schwer zu schätzen. Experten gehen aber von mehreren Millionen Tonnen Müll aus. Das ist so viel, dass man ihn sogar vom Weltraum aus sehen kann.

Bisher wird leider noch nicht sehr viel gegen den Müll im Meer unternommen. Was ihr machen könnt? Müll am Strand sammeln sorgt dafür, dass angespülter Müll nicht wieder zurück ins Meer getragen wird. Jede eingesammelte Plastiktüte hilft - auch jede, die ihr wieder verwendet.

Stand: 17.09.2018, 15:38 Uhr

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