Achtung: Der Permafrostboden taut auf

Achtung: Der Permafrostboden taut auf

Die Vereinten Nationen warnen vor Umweltgefahren, die zu wenig beachtet und unterschätzt werden. Eine davon: Der Permafrostboden taut auf! Aber was ist das überhaupt?

Was ist Permafrost?

Permafrost nennt man den Boden in der Nähe von Nord- und Südpol. Normalerweise ist der Boden dort das ganze Jahr gefroren, es herrscht also PERMAnent (das ist ein anderes Wort für dauerhaft) FROST.

Permafrost nennt man den Boden in der Nähe von Nord- und Südpol. Normalerweise ist der Boden dort das ganze Jahr gefroren, es herrscht also PERMAnent (das ist ein anderes Wort für dauerhaft) FROST.

In der jüngsten Eiszeit, also vor vielen tausend Jahren, froren die Böden am Nord- und Südpol bis in große Tiefen ein. Heute taut im Frühling und Sommer oft ungefähr ein halber Meter Boden auf. Im Winter vereist er wieder. Der Permafrost darunter bleibt aber gefroren.

Den gefrorenen Boden könnt ihr hier super sehen. Die Landschaft obendrauf ist also nicht immer nur weiß vor lauter Eis und Schnee, sondern oft auch grün und braun. In den Permafrost-Gebieten leben Menschen und es wachsen auch Pflanzen.

Dieses Bild wurde im Sommer im äußersten Norden Russlands aufgenommen: Es zeigt den Blick aus einem Hubschrauber auf die Frostmuster, die typisch sind für die arktische Landschaft. Die Muster entstehen durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter. Blau ist Wasser, grün sind Bäume und Gras.

Wenn der Permafrostboden taut, ist das nicht gut. Ganze Wälder können nämlich umknicken. Durch den gefrorenen Boden stehen die Bäume fest. Wenn der Boden aber schmilzt, fangen sie an zu wackeln und sind nicht mehr stabil. Auch für Häuser, die auf dem Permafrostboden gebaut wurden, gilt das.

Im Permafrostboden ist außerdem eine riesige Menge an Gasen gespeichert, die dem Klima schaden könnten. Gefroren sind sie dort über Jahrmillionen eingesperrt - wenn der Boden aber auftaut, gelangen die Gase an die Luft. Das könnte die Klimaerwärmung auf einen Schlag drastisch verschlimmern.

Wenn das Eis an Nord- und Südpol schmilzt, laufen die Wassermassen ins Meer - der Klimawandel lässt also den Meeresspiegel ansteigen. In den nächsten Jahrzehnten werden so wahrscheinlich Küstenregionen überflutet, in denen heute noch Menschen leben.

Stand: 05.03.2019, 16:49 Uhr

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