Blitzmerker: Gekommen, um zu bleiben

Blitzmerker: Gekommen, um zu bleiben

Viele Tiere, die uns draußen über den Weg laufen oder auch so manche Pflanze, die am Wegesrand wächst, kommen eigentlich gar nicht von hier. Sie wurden aus fremden Ländern bei uns eingeschleppt und machen sich nun breit. Oft werden dabei andere Tiere und Pflanzen verdrängt. Findet die Paare!

Invasive Tier- und Pflanzenarten

Deckblatt

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Der Waschbär ist aus Nordamerika zu uns gekommen. Seit einigen Jahren sind die Tiere bei uns anzutreffen. Sie leben meistens im Wald und gehen nachts auf die Jagd. Vor uns Menschen haben sie keine Angst. Im Gegenteil: In unseren Gärten oder auch auf den Dachböden unserer Häuser nisten Waschbären sich gerne ein. Da können sie dann auch großen Schaden anrichten, wenn sie zum Beispiel Kabel durchbeißen oder überall ihr großes und kleines Geschäft erledigen.

Eigentlich leben Signalkrebse in Nordamerika. Seit ein paar Jahren gibt es diese Krebs-Art aber auch hier bei uns – in den Flüssen Sieg, Agger und Ahr. Das Problem: Die Signalkrebse verdrängen Forellen und Lachse, die eigentlich in diesen Flüssen zu Hause sind.

Die Tigermücke ist eine Stechmücke aus Asien. Sie ist gefährlicher als unsere heimischen Stechmücken, weil sie beim Stechen gefährliche Krankheiten übertragen kann. Ihr erkennt sie an ihren weißen Tigerstreifen auf ihrem schwarzen Körper.

Die Grauhörnchen kommen aus Nordamerika. Seit einigen Jahren breiten sie sich bei uns so aus, dass die Eichhörnchen hier kaum noch Platz zum Leben finden. Auch tragen die Grauhörnchen oft eine Krankheit in sich. Die ist für sie selbst ungefährlich, aber wenn sich ein Eichhörnchen damit ansteckt, stirbt es meist daran. So werden unsere "roten" Eichhörnchen mit der Zeit immer weniger und die Grauhörnchen werden mehr.

Wenn ihr in der Nähe von Köln wohnt, habt ihr vielleicht schon mal einen der riesigen Schwärme von Halsbandsittichen gesehen: In der Stadt am Rhein und auch in anderen Orten entlang des Flusses leben mittlerweile Tausende dieser knallgrünen Papageien. Sie stammen ursprünglich aus Indien und sind mittlerweile in viele Länder Europas eingewandert. Sie kamen als Haustiere in Käfigen. Aber seitdem einige von ihren Besitzern irgendwann freigelassen wurden, könnt ihr ihnen auch in freier Wildbahn begegnen.

Der Riesen-Bärenklau ist früher nur im Kaukasus gewachsen. Aber schon seit einiger Zeit breitet er sich auch bei uns rasend schnell aus: Eine einzige Pflanze produziert ungefähr 20.000 Samen im Jahr. Der Saft des Riesen-Bärenklaus kann die Haut schwer verätzen. Um diese Pflanze solltet ihr also einen großen Bogen machen!

Der asiatische Marienkäfer frisst gerne viele Blattläuse und zwar mehr als unser heimischer Marienkäfer. Deshalb holten ihn vor etwa 40 Jahren Menschen nach Europa, um mit seiner Hilfe Pflanzen vor Blattläusen zu schützen. Seitdem verbreitet sich der asiatische Marienkäfer immer stärker und ist mittlerweile draußen in der Natur häufiger anzutreffen, als unser Siebenpunkt-Marienkäfer.

Das Großblütige Heusenkraut ist eine Wasserpflanze aus Südamerika. Hier bei uns haben es vor allem Menschen gepflanzt, um ihr Aquarium oder ihren Gartenteich schöner zu machen. Das Problem: Die kleine Pflanze verbreitet sich schnell. Die gelben Blüten legen sich wie ein Teppich auf die Wasseroberfläche von heimischen Gewässern - andere Pflanzen bekommen so keine Luft mehr.

Stand: 01.10.2020, 16:39 Uhr

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