Zu Besuch im Studio: Ornithologe Achim Kemper

Achim Kemper

Zu Besuch im Studio: Ornithologe Achim Kemper

Was zwitschert denn da so schön? Achim Kemper ist Ornithologe, also ein Experte für Vögel. Bei seinem Besuch im KiRaKa-Studio hat er einiges über Vögel erzählt.

Im KiRaKa-Studio zwitschert und pfeift es sehr schön bei diesem Besuch: Achim Kemper ist Ornithologe. Er ist also ein richtiger Experte für Vögel. Er beobachtet, bestimmt, studiert und fotografiert einheimische oder aauch exotische Vogelarten. Das deutsche Wort für Ornithologe ist Vogelkundler.

Er kann sogar einige Vogelstimmen nachpfeifen. Denn wenn man Vogelstimmen ganz häufig hört, weiß man genau welcher Vogel gerade singt und kann ihre Stimme auch mit der Zeit nachmachen. So kann sich Achim Kemper mit den Vögeln unterhalten.

Zu Besuch im Studio: Ornithologe Achim Kemper (Teil 1)

WDR 5 KiRaKa ohne Download 21.07.2021 05:46 Min. Verfügbar bis 22.07.2022 WDR 5


Aber wie wird man eigentlich Vogelkundler?

Häufig gibt es ein Ereignis, wenn man jung ist, nach dem man sich viel mehr mit Vögeln beschäftigen möchte. Auch Achim Kemper hat sich schon als Junge für Vögel interessiert. Auf dem Bauernhof seines Onkels war er häufig mit ihm draußen und hat dann die Vögel zwitschern hören. Achim Kemper bekam dann von seinem Onkel sein erstes Vogelbuch und ging auf die Suche nach den farbenfrohen Vögeln aus dem Buch.

Wenn man dann sich auch beruflich mit Vögeln beschäftigen möchte, kann man Biologie an einer Uni studieren und sich auf den Bereich Ornithologie spezialisieren.

Zu Besuch im Studio: Ornithologe Achim Kemper (Teil 2)

WDR 5 KiRaKa ohne Download 21.07.2021 05:18 Min. Verfügbar bis 22.07.2022 WDR 5


Was macht ein Ornithologe?

Zunächst einmal muss man grundlegende Kenntnisse über die Vogelwelt und ihre Arten besitzten. Wenn man sich richtig gut mit den Vogelarten auskennt, kann man sie unterscheiden und auch bestimmen. Dafür muss man früh aus dem Bett und ab nach draußen in die Natur. Da beobachtet man dann Vögel, zum Beispiel mit dem Fernglas.

Was beobachtet man? Größe, Statur, Kennzeichen des Gefieders, Farbenspiel, Flugbild, Flugweise, Vogelverhalten, man untersucht aber auch den Lebensraum, das Habitat, das Brutbiotop, also wo genau die Vögel brüten. Die Beobachtungen zeichnet man dann auf und kann so der Forschung und dem Vogelschutz helfen.

Aber nicht nur die Augen helfen Ornithologen Vögel zu beobachten. Auch die Ohren müssen zur Hilfe genommen werden. Man lauscht den unterschiedlichen Vogelstimmen und kann sie so unterscheiden und ihrem Gesang zuhören. Einer der frühesten Sänger unter unseren Stadtvögeln ist der Hausrotschwanz.

Zu Besuch im Studio: Ornithologe Achim Kemper (Teil 3)

WDR 5 KiRaKa ohne Download 21.07.2021 04:13 Min. Verfügbar bis 22.07.2022 WDR 5


Wie kann man Vogelstimmen kennen lernen?

Es gibt heutzutage Apps, die Vogelstimmen erkennen. Man kann es aber auch ohne eine App lernen. Am besten beginnt man im Dezember damit, Vogelstimmen zu lernen. Dann singen noch nicht so viele Vögel gleichzeitig, was das Ganze etwas einfacher macht. Gut ist es, wenn man am Anfang Gebiete wie Stadt-Parks, Schrebergärten, Wildparks und Friedhöfe aufsucht und auch die Gegend sehr gut beobachtet. Auch Orte, an denen Vögel im Winter gefüttert werden, bieten sich an.

Erstmal sollte man versuchen nur Vogelstimmen zu bestimmen, wenn man die Vögel auch sieht. Für das Beobachten braucht man natürlich Zeit und kann sich dabei viel notieren. Dann verbindet man das Optische und den Gesang der Vögel. Sehr hilfreich ist es, wenn man für einzelne Vogelrufe oder -gesänge sprachliche Eselsbrücken verwendet. Zum Beispiel für die Kohlmeise „Zizidä -zizidä“ = „Sitz i´da, sitz i´da“ oder „Wize – wize „ = „ Mie-ze, mie-ze“. Noch besser merken kann man sich eine Vogelstimme, wenn man diese mit eigenen Worten beschreibt.

Nach einiger Zeit kann man dann auch probieren, einzelne Melodien und Vogelstimmen nachzusingen.

Stand: 22.07.2021, 12:30

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