Anleitung: Wie streitet man sich richtig?

Richtig streiten Du bist kein Werwolf 17.07.2016 02:26 Min. Verfügbar bis 17.07.2021 KiKa

Anleitung: Wie streitet man sich richtig?

Streit – das hört sich erst einmal nach etwas Negativem an. Dabei ist das gelegentliche Fetzen sogar gesund, wenn man es in Maßen macht und weiß, wie es richtig geht.

Richtig streiten

Zeichnung: Mädchen, sieht wütend aus

Wo Menschen miteinander leben, da kracht es gerne auch mal. Solange das nicht ausufert, ist das durchaus positiv. Streiten muss also manchmal einfach sein und – wie eigentlich alles im Leben – kann man richtiges Streiten erlernen.
Es gibt hitzköpfe und zurückhaltende Streittypen.

Wo Menschen miteinander leben, da kracht es gerne auch mal. Solange das nicht ausufert, ist das durchaus positiv. Streiten muss also manchmal einfach sein und – wie eigentlich alles im Leben – kann man richtiges Streiten erlernen.
Es gibt hitzköpfe und zurückhaltende Streittypen.

Der Hitzkopf…
Wenn du eher eine aufbrausende Natur bist und bemerkst, dass du gleich explodierst, dann versuche erst einmal einen Gang runterzuschalten und tief durchzuatmen. So kannst du – in Ruhe! – darüber nachdenken, was hinter deiner Wut steckt und ob ein Streit wirklich nötig ist. Eingenommen von deiner Wut kannst du dich kaum auf dein Gegenüber oder ein vernünftiges Streitgespräch einlassen.

… und der Zurückhaltende
Wenn du deinen Ärger immer wieder unterdrückst, dann ist das zum einen äußerst ungesund (Magenprobleme lassen grüßen!) und zum anderen kann es passieren, dass man zum ungünstigsten Zeitpunkt explodiert – eventuell dann sogar bei der falschen Person. Sei mutig und mach aus deinem Problem kein größeres Hindernis als es ist. Sprich es rechtzeitig an.

Streit braucht Zeit…
… und den richtigen Ort. Zwischen Tür und Angel einen Streit vom Zaun zu brechen ist sicherlich für alle Beteiligten anstrengend. Auch das berühmte „Szene machen“ in aller Öffentlichkeit ist für Außenstehende äußerst unangenehm und auch dein Gegenüber wird gehemmt sein: man fühlt sich beobachtet, in die Ecke gedrängt und kann vielleicht gar nicht richtig argumentieren. Unter vier Augen an einem entspannten Ort mit genügend Zeit kann man viel besser eine Lösung zum Konflikt finden.

Der Ton macht die Musik
Wenn du dein Gegenüber anbrüllst, fühlst du dich im ersten Moment vielleicht erleichtert. Den Streit schlichtet es aber nicht. Halte dich auch mit Beleidigungen zurück. Klar, im Eifer des Gefechts kann einem schon mal was rausrutschen. Meistens meint man es aber gar nicht so, hat den anderen aber damit sehr verletzt. Das ist dann schwer wieder gut zu machen. Versuch es gar nicht erst so weit kommen zu lassen!

Keine Argumente mehr?!
Ausrasten, Porzellan an die Wand schmeißen oder aggressive Übergriffe sind vor allem ein Zeichen dafür, dass dir die Argumente ausgehen und du dich mit der Situation überfordert fühlst. Dein Gegenüber wird auch eher in eine Abwehrhaltung gehen. Damit ist euch beiden nicht geholfen.

Lösungsstrategien
Finde heraus, was dich wirklich geärgert hat. Ist das für dich klar, kannst du es deinem Gegenüber auch vermitteln. Vermeide dabei Beschuldigungen in der Du-Form und Pauschalaussagen wie „Immer machst du…“ oder „Nie hast du…“. Rede von dir, also in der Ich-Form: „Ich habe mich geärgert, dass…“ oder „Mich macht es traurig, dass…“. Dein Gegenüber kann dir schließlich nicht in den Kopf gucken und weiß vielleicht gar nicht, was dich verletzt hat. Vielleicht schildert er oder sie dir auch eine ganz andere Sicht auf die Situation. Nehmt euch gegenseitig ernst und lasst euch ausreden. Dann findet ihr sicherlich eine Lösung.

Versöhnung
Streiten hat nichts mit einem Wettkampf zu tun – es geht nicht darum zu gewinnen oder zu verlieren. Es geht darum, eine Lösung zu einem Konflikt zu finden. Daher ist es auch ganz wichtig, streiten zu lernen – auch wenn das Training sicherlich anstrengend ist! Die anschließende Versöhnung kann dafür aber umso schöner sein!

YAHOUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!

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