Mein Körper: Die weibliche Brust

Mein Körper: Die weibliche Brust

Die weibliche Brust (lat.: „mamma“) gehört zu den sekundären Geschlechtsorganen. Ihre Entwicklung setzt also erst mit der Pubertät ein. Hier kannst du dir die einzelnen Schritte des Brustwachstums noch einmal anschauen und dich auch zum Thema Brustoperation informieren..

Entwicklung der Brust

Bei jedem Mädchen anders
Die Entwicklung der Brust ist eins der ersten Zeichen, dass man in die Pubertät kommt. Bei vielen beginnt dies um das zehnte Lebensjahr herum – es kann aber auch schon früher oder erst deutlich später anfangen. Viele spüren zunächst ein Spannungsgefühl in der Brust oder sprechen von einem leichten Ziehen. Wie schnell oder langsam eine Brust wächst, das ist von Mädchen zu Mädchen unterschiedlich. Sie kann sich stetig vergrößern oder plötzlich in einem Wachstumsschub verändern.
Deshalb ist es auch ganz normal, dass man bei einigen Mädchen in der Klasse schon Brustwachstum sehen kann und bei manchen noch nicht.

Rechts größer als links oder umgekehrt?
Viele Mädchen haben zunächst unterschiedlich große Brüste. Das liegt daran, dass die rechte und die linke Körperhälfte niemals identisch sind und dass das Brustwachstum auf beiden Seiten ein unterschiedliches Tempo einnehmen kann.
Meistens ist der Unterschied aber sehr gering und fällt kaum auf. Auch gleicht er sich mit wachsender Entwicklung später häufig wieder an: Bis ins 20. Lebensjahr kann sich die Brust noch verändern.

Brustoperationen:
Brustverkleinerung oder -vergrößerung – was ist der Unterschied?
Bei der Brustverkleinerung, auch „Mamma-Reduktion“ genannt, werden Teile des Brustdrüsengewebes entfernt und die Haut gleichzeitig gestrafft. Die Brustvergrößerung („Mamma-Augmentation“) erfolgt mit eingesetzten Implantaten. Zu den Schönheitsoperationen an der Brust zählen auch die Bruststraffung und zusätzliche Korrekturen wie z. B. die Verkleinerung des Warzenhofs.

Rechtliche Situation

In Deutschland gibt es kein Mindestalter, das festlegt, ab wann Jugendliche sich einer Schönheitsoperation unterziehen dürfen. Das bedeutet, dass die Entscheidung bei den Eltern liegt, solange man noch nicht volljährig ist. Stimmen sie einem chirurgischen Eingriff zu, dann darf auch operiert werden.

EU-Konvention

Die Europäische Union hat jedoch eine Empfehlung an ihre Mitgliedstaaten ausgesprochen, dass Schönheitsoperationen wie z. B. Brustoperationen (insbesondere -vergößerungen) bei Jugendlichen unter 18 Jahren nicht durchgeführt werden sollen. Da viele Ärzte in Deutschland diese Auffassung teilen, handeln sie nach der Empfehlung. Sie führen also nur in seltenen Fällen Operationen durch.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Bei einer Brustverkleinerung, die aus medizinischen Gründen z. B. bei starken Rückenschmerzen durchgeführt wird, ist eine Operation durchaus sinnvoll. Hier übernimmt auch meistens die Krankenkasse den Eingriff. Auch wenn man unter einem bestimmten Makel sehr leidet und sich dadurch schlecht fühlt, kann ein solcher operativer Eingriff wichtig und richtig sein. Dennoch: Ein solcher Schritt sollte wohl überlegt sein.

Welche Gefahren kann es geben?

Eine Operation ist ein Eingriff in deinen Körper und immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Es kann z. B. zu Schmerzen kommen, Blutungen auftreten oder Schwellungen geben. Manchmal reagiert der Körper bei einer Brustvergrößerung auch allergisch auf die Implantate. Auch eine Vollnarkose, die bei den meisten Eingriffen nötig ist, birgt Risiken, über die man sich im Vorfeld informieren sollte. Es kann darüber hinaus auch sein, dass das Ergebnis nicht so wird, wie du dir das vorstellst.
Wichtig ist, dass der Arzt ausreichend qualifiziert ist und Erfahrungen auf dem Gebiet der Brust-Chirurgie hat. Man kann sich deshalb auch Vorher/Nachher Fotos von früheren Patienten zeigen lassen.

Wachstum abgeschlossen?

Da sich ein jugendlicher Körper noch nicht komplett entwickelt hat, ist kaum abzusehen, wie er sich – und vor allem die Brust – noch verändert. Selbst mit 18 Jahren ist das Wachstum oft noch nicht abgeschlossen. Es kann daher sein, dass man mit einer Operation seinem Körper langfristig einen großen Schaden zufügt. Narben beispielsweise, die durch den Eingriff entstehen, wachsen später mit und müssen manchmal erneut wieder operativ behandelt werden.

Mission unabgeschlossen

Man sollte sich bewusst machen, dass die Ergebnisse einer Brustvergrößerung selten für immer andauern. Legt man sich einmal unters Messer, muss man das später im Leben mit einer großen Wahrscheinlichkeit wieder machen. Denn es kann dazu kommen, dass die Implantate irgendwann gewechselt werden müssen.

Warum bist du unzufrieden?

Bevor du dich zu einer Schönheitsoperation entscheidest, solltest du dir deutlich überlegen, warum dir der Eingriff so wichtig ist. Dabei kann es helfen, sich mit einem Sachverständigen wie einem Psychologen oder einer Psychologin auszutauschen. Ein solches Gespräch wird von vielen Ärzten sowieso vor der Operation eingefordert. Triff keine voreilige Entscheidung und nimm dir genug Zeit, darüber nachzudenken. Vielleicht lernst du so auch deinen Körper wieder etwas besser kennen und findest ihn so gut, wie er ist. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters: Man muss nicht aussehen wie ein Model, um eine tolle Ausstrahlung zu haben. Wichtig ist, dass du dich mit und in deiner Haut wohl fühlst.

Darstellung: