Mein Körper: Jungfernhäutchen

Mein Körper: Jungfernhäutchen

Der Name „Jungfernhäutchen“ ist eigentlich irreführend. Es ist eigentlich gar kein Häutchen, sondern eine Hautfalte zwischen Vulva und Scheide, die den Scheideneingang ganz oder teilweise säumt, aber nicht verschließt.

Jungfernhäutchen

Was ist das Jungfernhäutchen?
Es ist eine Hautfalte zwischen Vulva und Scheide, die den Scheideneingang ganz oder teilweise säumt, aber nicht verschließt.
In der Fachsprache wird es das bzw. der Hymen genannt.

Das Hymen kann bei jedem Mädchen anders aussehen und ändert sich auch noch während der Pubertät. Die Unterschiede liegen in der Größe, der Form und der Oberfläche. Meistens ist das Jungfernhäutchen halbmond- oder ringförmig. Bei Kleinkindern hat das Hymen nur eine kleine Öffnung. Viele Mädchen werden aber sogar ganz ohne Hymen geboren.

Der erste Geschlechtsverkehr
Wenn der Penis das erste Mal in die Scheide eindringt, kann es sein, dass das Hymen einreißt. Viele Hymen sind so elastisch, dass sie aber nur gedehnt werden. Sollte es einreißen, kann es sein, dass es etwas weh tut und leicht blutet. Da es keine bestimmte Funktion hat, ist es nicht schlimm, wenn das Jungfernhäutchen einreißt. Bei der Einführung eines Tampons wird ein normal dehnbares Hymen übrigens nicht beschädigt.

Warum gibt es ein Hymen?
Das Jungfernhäutchen ist Teil der weiblichen Geschlechtsorgane. Man unterscheidet diese in äußere und innere; das Hymen ist ihre Verbindungsstelle. Zu den inneren zählen: die Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter und die Scheide. Die äußeren Geschlechtsorgane sind von außen sichtbar: der Venushügel, die Klitoris, die großen und die kleinen Schamlippen, der Scheideneingang und eben das Jungfernhäutchen.

Wissenschaftler vermuten übrigens, dass das Hymen bei unseren Vorfahren eine wichtige Schutzfunktion einnahm. Damals trug man noch keine Kleidung so wie wir heute. Bei jungen Mädchen soll es dafür gesorgt haben, dass keine Krankheitserreger oder Bakterien in die Scheide gelangten. Diese Schutzfunktion hat es auch heute noch. Ab der Pubertät bildeten und bilden sich auch heute in der Scheide Bakterien – gute Bakterien – die dafür sorgen, dass sich Krankheitserreger nicht in der Scheide einnisten.

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