Mein Körper: Stimmbruch

Mein Körper: Stimmbruch

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Erwachsene meist eine tiefere Stimme haben als Kinder? Das liegt am Stimmbruch.Es ist die Bezeichnung dafür, dass sich vor allem bei Jungs die Stimme während der Pubertät verändert. Bei Mädchen passiert das auch, bei ihnen ist es aber kaum zu bemerken.

Mein Körper: Stimmbruch

Zeichnung: Oberkörper von Jungen, nah: Hals mit Luftröhre und Kehlkopf

Was passiert beim Stimmbruch?
Der Stimmbruch bedeutet natürlich nicht, dass die Stimme in irgendeiner Weise kaputt geht. Es ist im Gegenteil die Bezeichnung dafür, dass sich vor allem bei Jungs die Stimme während der Pubertät verändert. Bei Mädchen passiert das auch, bei ihnen ist es aber kaum zu bemerken.

Was passiert beim Stimmbruch?
Der Stimmbruch bedeutet natürlich nicht, dass die Stimme in irgendeiner Weise kaputt geht. Es ist im Gegenteil die Bezeichnung dafür, dass sich vor allem bei Jungs die Stimme während der Pubertät verändert. Bei Mädchen passiert das auch, bei ihnen ist es aber kaum zu bemerken.

Auslöser für den Stimmbruch ist das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Es wird in der Pubertät vermehrt in den Nebennierenrinden und in den Geschlechtsorganen gebildet - sowohl im männlichen, als auch im weiblichen Körper. Im männlichen Körper kommt es aber zu einer deutlich höheren Produktion. Das Testosteron regt nun das Wachstum des Kehlkopfs an.

Der Kehlkopf befindet sich im vorderen Halsbereich. Er bildet den Übergang vom Rachen zur Luftröhre – genau dort, wo sich Luftröhre und Speiseröhre trennen – und ist ein Teil der Luftröhre. Im Kehlkopf befinden sich die Stimmbänder. Sie werden beim Sprechen und beim Singen durch den Luftstrom in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen hören wir als Töne bzw. als Stimme. Je nach Spannung und Länge der Stimmbänder ist unsere Stimme tiefer oder höher.
In der Pubertät wachsen die Stimmbänder beim Jungen etwa um die doppelte Länge. Fertig ausgewachsen, sind sie dann ungefähr 2 Zentimeter lang.

Wenn die Stimmbänder schwingen, müssen die umliegenden Muskeln die richtige Spannung halten und die muss der Körper während des Stimmbruchs erst wieder lernen. Daher springt die Stimme in den durchschnittlich neun Monaten zwischen Jungen und Männerstimme hin und her, überschlägt sich und klingt brüchig. Man spricht hier auch von einem Stimmwechsel. Das hast du sicherlich schon einmal gehört, oder erlebst es gerade selbst. In dieser Zeit ist die Stimme nicht stark belastbar. Wenn man z. B. in einer Band singt, sollte man sich überlegen, eine Pause einzulegen.

Die Stimme ist nach dem Stimmbruch bei Jungs ungefähr eine Oktave, also zwölf Halbtöne, tiefer. Durch seine hervorstehende Form wird der Kehlkopf bei Jungs nun auch „Adamsapfel“ genannt. Bei Mädchen dauert der Stimmbruch durchschnittlich nur ungefähr drei Monate und die Stimme verändert sich nur um einen Terz, also um ca. drei Halbtöne. Die Stimmbänder werden auch nicht so lang wie bei Jungs. Sie verlängern sich nur um 3-4 mm. Vor der Pubertät sind die Stimmen von Jungen und Mädchen übrigens kaum zu unterscheiden.

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