Wolfman hilft: Pille verschreiben lassen

Wolfman hilft: Pille verschreiben lassen Du bist kein Werwolf 17.07.2016 05:39 Min. Verfügbar bis 17.07.2021 KiKa

Wolfman hilft: Pille verschreiben lassen

Du willst dir die Pille verschreiben lassen, aber es nicht deinen Eltern erzählen, da du das total peinlich findest? Ohne Pille ist dir alles aber viel zu unsicher und du fragst dich nun, was du tun kannst?

Pille verschreiben lassen

Verkleidetes junges Paar, mit Bärten und Brillen

Müssen meine Eltern davon erfahren?
Es sollte eigentlich nie verkehrt sein, mit deinen Eltern offen über das Thema zu sprechen. Du wirst sehen: Es ist gar nicht so unangenehm. Vielleicht haben deine Eltern sogar Verständnis und sind froh, dass du dich mir einer sicheren Verhütung auseinander setzt – und mit einem Perl-Index von 0,1-0,9 ist die Pille das.
Wenn du aber weiterhin das Gefühl hast, du kannst in keinem Fall mit deinen Eltern darüber reden, dann solltest du dich vertrauensvoll an deinen Frauenarzt wenden.

Müssen meine Eltern davon erfahren?
Es sollte eigentlich nie verkehrt sein, mit deinen Eltern offen über das Thema zu sprechen. Du wirst sehen: Es ist gar nicht so unangenehm. Vielleicht haben deine Eltern sogar Verständnis und sind froh, dass du dich mir einer sicheren Verhütung auseinander setzt – und mit einem Perl-Index von 0,1-0,9 ist die Pille das.
Wenn du aber weiterhin das Gefühl hast, du kannst in keinem Fall mit deinen Eltern darüber reden, dann solltest du dich vertrauensvoll an deinen Frauenarzt wenden.

Die ärztliche Schweigepflicht
Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren können sich auch ohne Einverständnis der Eltern die Pille verschreiben lassen. Es gibt aber einen kleinen Haken. Der Arzt ist zwar in diesem Zeitraum an die Schweigepflicht gebunden, kann aber – um sich abzusichern – mit deinen Eltern Rücksprache halten. Jedoch würden die meisten Gynäkologen niemals deine Eltern gegen deinen ausdrücklichen Wunsch informieren. Ab dem 16. Lebensjahr gilt die ärztliche Schweigepflicht ausschließlich dir gegenüber und niemand muss von deinem Arztbesuch erfahren, außer natürlich du willst es.

Als Privatpatientin ist das geheim halten etwas schwieriger, da die Rechnungen an die Person geschickt werden, über die du versichert bist – meist also an eines deiner Elternteile. In diesem Fall und auch generell solltest du dem Arzt mitteilen, dass du nicht willst, dass deine Eltern von dem Grund des Besuchs erfahren. Ihr könnt dann gemeinsam nach einer Lösung suchen, z. B., dass auf der Rechnung nicht unbedingt die Diagnose „Verhütung“ erscheint.

Generell gilt: Ohne Rezept – keine Pille...
...und das ist auch gut so. Denn nicht jede Pille ist für jeden gleichermaßen geeignet. Dein Frauenarzt wird sich da aber am Besten auskennen. Im Vergleich zu früher ist die Pille auch mittlerweile so niedrig dosiert, dass sie den Körper kaum belastet. Die Kosten für die Pille werden von der gesetzlichen Krankenkasse übrigens bis zum 20. Lebensjahr übernommen. Bei Privatpatientinnen übernimmt die Kasse die Gebühr nicht. In Einzelfällen, vor allem wenn ein weiterer Grund einer medizinischen Anwendung vorliegt wie z. B. im Fall von Akne, kann es Ausnahmen geben.

Kein Mindestalter für die Pille
Das gilt auch nach oben hin. Während man früher davon ausging, dass eine Frau ab 35 Jahren die Pille nicht mehr nehmen sollte, hat man mittlerweile herausgefunden, dass diese Ansicht veraltet ist – vorausgesetzt man ist Nichtraucherin und hat keine inneren Erkrankungen. Auch die so genannte „Pillenpause“, also ein Aussetzen der Pille über einen längeren Zeitraum, wird von Gynäkologen nicht mehr empfohlen. Fachleute haben festgestellt, dass so eine Pause den Hormonhaushalt unnötigerweise durcheinander bringt und viele Frauen außerdem auch ungewollt schwanger geworden sind.

Man kann sich die Pille übrigens aus verschiedenen Gründen verschreiben lassen. Viele Frauen nehmen die Pille auch, weil sie sich positiv auf die Haut auswirken kann, bei sehr starken Blutungen hilft und insgesamt den Zyklus reguliert…!

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