Wolfman hilft: Taschengeld

Wolfman hilft: Taschengeld

Will man sich selber mal was leisten, braucht man dafür Geld - eine einfache Rechnung. Aber wo kriegt man das als Jugendlicher her? Ob und wie viel Taschengeld dir zusteht und was du zum Thema Nebenjob wissen solltest, erfährst du hier!

Taschengeld

Junge mit Geld in der Hand, lächelt fröhlich

Wie viel Taschengeld steht dir zu?
Rechtlich ist nicht festgelegt, ob man als Kind oder Jugendlicher von den Eltern Geld erhält. Auch die Höhe eines eventuellen Taschengeldes ist nirgendwo verzeichnet. Es ist daher allein die Entscheidung deiner Eltern, ob und wie viel finanzielle Zuwendung sie dir geben. Dennoch gibt es z. B. von Jugendämtern pädagogische Empfehlungen, an denen sich deine Eltern orientieren können.

Wie viel Taschengeld steht dir zu?
Rechtlich ist nicht festgelegt, ob man als Kind oder Jugendlicher von den Eltern Geld erhält. Auch die Höhe eines eventuellen Taschengeldes ist nirgendwo verzeichnet. Es ist daher allein die Entscheidung deiner Eltern, ob und wie viel finanzielle Zuwendung sie dir geben. Dennoch gibt es z. B. von Jugendämtern pädagogische Empfehlungen, an denen sich deine Eltern orientieren können.

Taschengeldtabelle
Für 14-Jährige wird hier z. B. vorgeschlagen, dass bei einem durchschnittlichen Familieneinkommen die Höhe des Taschengelds zwischen 22,00 € und 25,00 € pro Monat eingeordnet werden kann.

Kaufen, was du willst! … ?
Bei Käufen, die in etwa der Höhe deines Taschengeldbetrags entsprechen, brauchst du meistens keine extra Erlaubnis deiner Eltern. ABER: Haben deine Eltern Einwände gegen einen Kauf – z. B. aus erzieherischen Gründen – dann dürfen sie ihn dir verbieten oder das Gekaufte wieder zurückbringen. Das beschränkt sich übrigens nicht nur auf dein Taschengeld, sondern gilt auch für geschenktes, gewonnenes oder verdientes Geld. Deine Eltern haben hier das letzte Wort. Sie können dir bei Verstößen gegen ihre Abmachungen das Taschengeld auch wieder kürzen oder ganz streichen.

So kannst du dein Taschengeld aufstocken
Ein Nebenjob ist eine gute Möglichkeit, um Geld zu verdienen. Für Kinder und Jugendliche gibt es hier bestimmte gesetzliche Regelungen: Die Kinderarbeiterschutzverordnung (KindArbSchV) und das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Als „Kind“ gelten hier alle Personen unter 15 Jahren und alle zwischen 15 und 18 Jahren werden zu den „Jugendlichen“ gezählt.

Kinder (zwischen 13 und 14 Jahren)
Unter 13 Jahren ist es generell verboten, zu arbeiten. Zwischen 13 und 14 Jahren darfst du leichte Tätigkeiten verrichten, um Geld zu verdienen – aber nur unter der Bedingung, dass deine Eltern zustimmen. Wichtig ist dabei, dass dein Schulbesuch und deine Bildung nicht darunter leiden. Es darf auch nicht länger als 2 Stunden am Tag gearbeitet werden und auch nicht zwischen 18:00 Uhr abends und 8:00 Uhr morgens. Ausnahmen dieser Regelungen gibt es, sie dürfen aber nur von Behörden ausgesprochen werden. Das bedeutet, dass auch deine Eltern sich daran halten müssen – sie dürfen sich nicht über die Gesetze hinwegsetzen und dir etwas anderes erlauben. Sonst können sie sich strafbar machen.

Jugendliche (zwischen 15 und 18 Jahren)
Nicht schulpflichtige Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren – also z. B. wenn man eine Berufsausbildung macht – dürfen pro Tag 8 Stunden arbeitenm, mit maximal 40 Stunden pro Woche. Jugendliche, die noch zu Schule gehen, dürfen nur 2 Stunden pro Tag und höchstens 20 Tage im Jahr während der Schulzeit arbeiten. Schließlich soll die Bildung nicht darunter leiden! In den Ferien gelten andere Zeiten – hier darf 8 Stunden am Tag gearbeitet werden. Auch die Pausen sind festgesetzt: Arbeitet man länger als 6 Stunden, darf man sich auch eine Stunde ausruhen. Arbeiten, die körperlich oder seelisch schwer zu bewerkstelligen sind oder an einem gefährlichen Ort stattfinden, dürfen von Jugendlichen nicht ausgeführt werden.

Eltern haben das letzte Wort
Wenn sich deine Eltern um dein Wohl sorgen oder Gefahr sehen, dass sich deine schulische Leistung aufgrund deines Nebenjobs verschlechtert, dann dürfen sie dir verbieten, arbeiten zu gehen. Sie handeln dann mit bestem Gewissen im Sinne des Wohl ihres Kindes.

Wolfmans Devise – Reden in der Krise
Wenn es Probleme gibt, versuche, mit deinen Eltern darüber zu reden. Wichtig ist, deinen Eltern mitzuteilen, warum dir ein bestimmter Kauf am Herzen liegt, warum du dein Geld darauf gespart hast oder weshalb du gerade diesem Nebenjob nachgehen möchtest. Wenn deine Eltern dann noch sehen, dass sich ein neues Computerspiel oder ein Nebenjob nicht negativ auf deine schulischen Leistungen auswirken, lassen sie sich vielleicht auf deinen Lösungsvorschlag ein.

Letzte Anlaufstelle
Falls du das Gefühl hast, gegen Wände zu reden, dann kannst du dich im Falle des Falles auch ans Jugendamt wenden. Die Mitarbeiter setzen sich dann mit deinen Eltern in Verbindung, um eine Regelung zu finden.

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