neuneinhalb Extra - Leben mit dem Coronavirus

neuneinhalb Extra - Leben mit dem Coronavirus

Tafel  in Schule mit der Aufschrift "Schule entfällt wegen Corona"

Ein klitzekleines Virus bringt unser Leben nun schon seit Monaten durcheinander – und wird es wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile tun. Bis vor kurzem war es unvorstellbar, nur an einem Tag in der Woche zur Schule zu gehen, Geschäfte nur mit Mund-Nasen-Schutz zu betreten oder seine Freunde nicht oder nur auf Abstand sehen zu können.

Und obwohl das Thema Corona unsere Medien gerade beherrscht und die Welt über kaum etwas anderes zu sprechen scheint, fühlt sich die Situation trotzdem noch neu und sehr seltsam an.

Wir möchten dich deshalb auf unserer Spezialseite zum Coronavirus mit Informationen versorgen. Du kannst dir Sendungen zum Thema anschauen und erfahren, wie der Corona-Alltag sich für andere anfühlt, im Lexikon erfahren, was das Coronavirus eigentlich genau ist und dir unsere Tipps ansehen, wie du dich und andere vor dem Virus schützen kannst.

Corona hat viele Urlaubsplanungen umgeschmissen - auch die unserer Reporter

neuneinhalb-Reporterin Jana sitzt hinter dem neuneinhalb-Logo.

Jana: Für mich heißt es dieses Jahr: Urlaub zu Hause machen. Ehrlich gesagt, finde ich das auch mal richtig schön. Wann hat man schon mal Zeit auch etwas Freizeit in der eigenen Stadt zu verbringen? Man versucht dafür immer andere Regionen aufzusuchen und vergisst dabei, dass man ja eigentlich in einer Stadt wohnt, die selbst richtig viel zu bieten hat und in der man ja eigentlich wohnt, weil man sie so gerne mag. Also werde ich Köln unsicher machen und es genießen, Zeit mit meinen Freunden oder in der Natur zu verbringen. Zu Wandern, Joggen zu gehen, faul im Park zu liegen und ganz viele Bücher zu verschlingen. Darauf freue ich mich riesig!

neuneinhalb-Reporter Robert hält das neuneinhalb-Logo hoch.

Robert: Ich mache normalerweise jedes Jahr im Sommer eine weite Reise, dafür spare ich übers Jahr Geld, weil es mir sehr wichtig ist, ab und zu in eine komplett andere Welten einzutauchen. Die letzten Jahre war ich in Afrika, Südamerika und Asien. Dieses Jahr ist alles anders, Fernreisen sind sehr schwer möglich, und es wird ja auch davor gewarnt. Deswegen fahre ich diesen Sommer mit dem Auto für zwei Wochen nach Italien ans Meer. Hier fahre ich umher, gucke mir kleine Dörfer an und sitze mit einem Getränk und einem Buch am Meer. Woran man hier die Coronazeit am meisten erkennt: An den Stränden sind im Abstand von ca. drei Metern Holzpfähle in den Sand gesteckt worden. Man darf mit seiner Gruppe oder Begleitung immer nur eng an einem Holzpfahl sitzen, dazwischen nicht. So ist der Strand schnell voll besetzt und man kriegt nicht immer einen Platz aber dafür gibt es die wichtigen Abstände zwischen den Menschen. Man muss also flexibel sein und kann nicht immer das machen was man will, wie sonst im Urlaub. Das gilt aber für alle und so ist es total in Ordnung und man macht sich eben mit Corona-Regeln, auch oft mit Maske, eine gute Zeit.

Mona Ameziane

Mona: Eigentlich hätte 2020 ein sehr sehr aufregendes Urlaubsjahr für mich werden sollen. Ich hatte große Pläne und war unfassbar enttäuscht als klar wurde, dass Corona dabei war, sie alle über den Haufen zu werfen. Schlussendlich war ich in der Schweiz auf einer einsamen Berghütte und in Italien auf einem kleinen Biobauernhof. Beides Ziele, für die ich in kein Flugzeug steigen musste und die fernab von großen Menschenmassen gelegen sind. ​Diese Veränderung war also ohne Weiteres auszuhalten und insgesamt eine mehr als grandiose Alternative. Sorgen macht mir allerdings weiterhin die Situation in Bezug auf mein zweites Heimatland Marokko. Seit über einem Jahr habe ich meine Familie dort nicht mehr gesehen und aktuell sieht es nicht so aus, als wenn eine Reise nach Marokko in diesem Jahr noch möglich wäre. Das Traurige ist: dafür habe ich leider keine Alternative.

Hier findest du unsere neuneinhalb kompakt-Folgen zum Thema

Was kannst du tun, um dich und andere vor einer Infektion zu schützen?

Mittlerweile haben die meisten Menschen verstanden, wie wichtig es ist, dass sich möglichst wenige Leute auf einmal mit dem Coronavirus anstecken. Wenn das nämlich zu viele werden, können nicht alle Schwererkrankten gleichzeitig bestmöglich behandelt werden und es wäre mit vielen Toten zu rechnen. Das Stichwort lautet also: „flatten the curve“ („die Kurve verflachen“), was bedeutet, dass die Kurve des Anstiegs der Ansteckungen möglichst flach bleiben muss, um unser Gesundheitssystem zu entlasten.

Jeder kann dazu beitragen, dass das Virus sich möglichst langsam ausbreitet. Klick dich durch unsere Verhaltenstipps.

Ein Kind wäscht sich die Hände.

1. Händewaschen - aber richtig!

Hände sind die häufigsten Überträger von Infektionskrankheiten. Zwar überträgt sich ein Virus meistens über Tröpfchen aus Mund und Nase, etwa beim Husten oder Naseputzen, aber es gelangt ganz schnell an die Hände. Zum Beispiel über ein benutztes Taschentuch. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände kann das Virus leicht von Hand zu Hand gelangen.
Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg! Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir uns viel öfters als sonst die Hände waschen. Besonders nach dem Naseputzen oder wenn wir Gegenstände, die von vielen Menschen genutzt werden, etwa Türklinken angefasst haben. Und das gründlich! Empfohlen werden mindestens 20 Sekunden, in denen wir unsere Hände gründlich und vollständig einseifen und abspülen. Wenn du beim Händewaschen zweimal „Happy Birthday“ durchsummst, bist du auf der sicheren Seite. Zum Abtrocknen solltest du zuhause ein eigenes Handtuch nehmen, das auch nur du nutzt.

1. Händewaschen - aber richtig!

Hände sind die häufigsten Überträger von Infektionskrankheiten. Zwar überträgt sich ein Virus meistens über Tröpfchen aus Mund und Nase, etwa beim Husten oder Naseputzen, aber es gelangt ganz schnell an die Hände. Zum Beispiel über ein benutztes Taschentuch. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände kann das Virus leicht von Hand zu Hand gelangen.
Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg! Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir uns viel öfters als sonst die Hände waschen. Besonders nach dem Naseputzen oder wenn wir Gegenstände, die von vielen Menschen genutzt werden, etwa Türklinken angefasst haben. Und das gründlich! Empfohlen werden mindestens 20 Sekunden, in denen wir unsere Hände gründlich und vollständig einseifen und abspülen. Wenn du beim Händewaschen zweimal „Happy Birthday“ durchsummst, bist du auf der sicheren Seite. Zum Abtrocknen solltest du zuhause ein eigenes Handtuch nehmen, das auch nur du nutzt.

2. Husten und Niesen – bitte nicht in die Hände!

Husten und Schnupfen sind typische Anzeichen für eine Atemwegsinfektion. Beim Husten und Niesen werden Krankheitserreger versprüht und können auf andere übertragen werden. Das ist auch beim Coronavirus so. Wichtig sind deshalb zwei Hinweise:
Halte beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen und drehe dich weg.Du solltest möglichst in ein Taschentuch husten oder niesen, das Taschentuch sofort entsorgen und dir die Hände waschen. Hast du kein Taschentuch dabei, solltest du auf keinen Fall in die Hand niesen, sondern in deine Armbeuge. So geraten Krankheitserreger nicht an deine Hände.

3. Abstand halten

Das Virus verbreitet sich über Sprechen, Niesen und Husten, steht man eng beieinander, hat es ein leichteres Spiel. Daher ist körperliche Distanz wichtig, um eine Ansteckung zu vermeiden. Empfohlen werden 1,5 bis zwei Meter Abstand bei Gesprächen mit anderen, aber auch, wenn du zum Beispiel in einer Schlange wartest.
Wenn es geht, solltest du gerade auch Bus und Bahn meiden und dich lieber auf dein Fahrrad schwingen.

4. Zuhause bleiben

Virenexperten und Politiker empfehlen, möglichst wenig rauszugehen, um eine Ansteckung nicht herauszufordern. Wo wenige Menschen unterwegs sind, ist das Risiko viel kleiner.
Auch wenn es komisch ist: Treffen mit Freunden solltest du dich gerade nicht, besonders nicht mit mehreren Freunden gemeinsam. Aber du kannst dich natürlich trotzdem mit ihnen verabreden, zum Beispiel zu einem Videotelefonat. Oder ihr entdeckt den guten alten Brief wieder, über den sich momentan bestimmt jeder freut!
Ein Spaziergang allein oder mit deiner Familie ist natürlich erlaubt, wenn dir die Decke auf den Kopf fällt. Aber auch dabei gilt: Abstand halten zu anderen Leuten!

5. Älteren und gefährdeten Menschen helfen

Gibt es in deiner Nachbarschaft, vielleicht sogar in deinem Haus, alte oder kranke Menschen? Sie gehören zur sogenannten Risikogruppe und brauchen besonders viel Schutz. Vielleicht können du und deine Eltern diesen Menschen Hilfe anbieten. Die kann ganz unterschiedlich aussehen: Einkäufe und Besorgungen übernehmen, mit dem Hund rausgehen, was auch immer gerade anfällt. Hauptsache, deine Nachbarn müssen möglichst wenig vor die Tür! Fragt einfach nach, per Zettel im Briefkasten oder am Telefon.

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