Afghanistan

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Afghanistan

Grüne Karte von Asien, in der Afghanistan orange eingefärbt ist

Afghanistan ist ein Land in Asien und fast doppelt so groß wie Deutschland

Afghanistan ist ein Land, das etwa 4.000 Kilometer von Deutschland entfernt in Asien liegt. Die Hauptstadt von Afghanistan heißt Kabul. Afghanistan ist fast doppelt so groß wie Deutschland, allerdings leben dort nur etwa 36 Millionen Menschen; das sind nicht einmal halb so viele Menschen wie in Deutschland. Afghanistan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das liegt vor allem daran, dass seit mehr als 30 Jahren Kriege und Unruhen in dem Land herrschen.

Musik und Fernsehen wurden verboten

Afghanische Frau in einem blauen Gewand mit kleinem Jungen an der Hand geht über eine Straße

Als die Taliban an der Macht waren, durften Frauen nur noch komplett verhüllt auf die Straße gehen

Lange Zeit war die Gruppe der Taliban an der Macht. Die Taliban sind Islamisten. Sie stellten sehr strenge religiöse Regeln auf. Viele Menschen konnten dadurch ihr gewohntes Leben nicht mehr weiterleben. Vor allem für Frauen und Mädchen wurde es schwer: Sie durften nicht mehr arbeiten oder zur Schule gehen. Und ihr ganzes Leben wurde von Männern bestimmt. Auf die Straße durften sie nur noch mit einer Burka gehen; einem langen Gewand, das ihren ganzen Körper von Kopf bis Fuß verdeckt. Die Männer mussten Bärte tragen. Und Musik, Sport oder Fernsehen wurden von den Taliban verboten. Wer sich nicht an diese Regeln hielt, wurde hart bestraft.

Krieg nach dem 11. September

Taliban-Anhänger demonstrieren gegen möglich US-Angriffe und halten Schilder mit arabischer Schrift in Händen

Die Taliban sind große Anhänger des Islam, die streng nach den Regeln des Koran leben. Hier demonstrieren sie gegen die drohenden Angriffe der USA

2001 haben die USA und andere Länder Afghanistan angegriffen, um die Herrschaft der Taliban zu beenden. Aber auch, um Osama bin Laden zu finden. Osama bin Laden war einer der gefährlichsten Terroristen der Welt. Er hat selbst zugegeben, für die Anschläge auf mehrere Gebäude in den USA am 11. September 2001 verantwortlich zu sein, bei denen mehr als 3.000 Menschen starben. Das alles soll er unter anderem in den Bergen von Afghanistan geplant haben. Die Taliban gewährten ihm und anderen Terroristen dort Unterschlupf. Außerdem gab es in Afghanistan Ausbildungslager, in denen Al-Qaida-Terroristen für Anschläge ausgebildet wurden.

Kein Frieden

Porträt von Osama bin Laden

Der Terrorist Osama bin Laden soll sich 2001 in Afghanistan versteckt haben; 2011 wurde er in Pakistan getötet

Den Truppen der USA und ihrer Verbündeten ist es gelungen, die Taliban zu vertreiben. Seit dem Jahr 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik mit einer vom Volk gewählten Regierung. Und es gibt auch eine neue Verfassung. Darin steht zum Beispiel, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte haben. Und Musik, Sport und Fernsehen stehen nicht länger unter Verbot. Doch obwohl der Krieg zwischen Afghanistan und den USA und ihren Verbündeten seit mehreren Jahren vorbei ist, gibt es immer noch keinen richtigen Frieden in Afghanistan. Terroranschläge und Schießereien gehören zum Alltag der Menschen, die dort leben. Es gibt nämlich immer noch Terroristen und Kämpfer der Taliban, die mit der neuen Regierung nicht einverstanden sind und sie bekämpfen.

Deutsche Soldaten sorgen für Frieden

Deutscher Soldat steht neben einer Gruppe afghanischer Kinder und lächelt in die Kamera

Die meisten Kinder in Afghanistan kennen keinen Frieden. Das wollen die deutschen Soldaten ändern

Um die afghanische Regierung zu unterstützen und um den Frieden zu sichern, sind Soldaten aus verschiedenen Ländern in Afghanistan; auch aus Deutschland. So ein Auslandseinsatz kostet Deutschland viel Geld, deshalb diskutieren Politiker jedes Jahr neu, ob und wie lange die Soldaten noch in Afghanistan bleiben sollen.

Stand: 23.11.2017, 12:55

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