Alltagsrassismus

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Alltagsrassismus

Drei kleine Fußballfans mit verschiedenen Hautfarben sitzen Arm in Arm nebeneinander.

Menschen mit einer dunklen Haut werden oft ohne Grund schlechter behandelt als Meschen mit einer helleren Haut.

 ‚Darf ich mal deine Haare anfassen?‘, ‚Woher kommst du wirklich?‘, ‚Du Affe‘ – ob Beleidigung oder scheinbar harmlose Frage: Solche Sprüche müssen sich Schwarze Menschen, Menschen verschiedener Hautfarben, Religionen oder Kulturen oft in ihrem Alltag anhören.

Was ist Rassismus?

Kinder mit verschiedenen Hautfarben stehen auf einer Wiese und gucken nach oben in die Kamera.

Hautfarben sagen nichts darüber aus, was ein Mensch für einen Charakter hat.

Rassismus ist eine abwertende Denkweise gegenüber anderen Menschen. Früher glaubten viele, dass man Menschen in Rassen unterteilen kann, und dass manche Menschen aufgrund ihrer angeblichen ‚Rasse‘, also ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Kultur, weniger wert sind als sie selbst. Heute wissen wir, dass es keine Unterschiede zwischen Menschen, und schon gar keine ‚Menschenrassen‘, gibt! Trotzdem werden Menschen mit verschiedenen Hautfarben oft noch ausgegrenzt.
Viele erleben sogar täglich Rassismus – und zwar in allen möglichen Situationen: Zum Beispiel, wenn sie beim Einkaufen oder im Bus beschimpft werden. Oder wenn sie in der Schule eine schlechtere Note bekommen als ihre weiße Tischnachbarn, obwohl sie genauso gut waren.

Nicht immer sind rassistische Aussagen oder Fragen böse gemeint

Kind hockt im dunkeln und hält die Hände vor das Gesicht.

Fragen, die immer wieder gestellt werden, können besonders verletzend sein.

Auch gutgemeinte Komplimente wie ‚Chinesen können immer super rechnen‘, ‚Du sprichst ja perfekt Deutsch‘ oder die scheinbar harmlose Frage ‚Woher kommst du wirklich?‘ können verletzend sein. Sie vermitteln den Eindruck: Das Aussehen oder die Kultur sagen etwas darüber aus, was für ein Mensch man ist. Das stimmt natürlich nicht. Solche Aussagen und Fragen machen auch klar: Du bist anders als wir. Vielleicht sogar: Du gehörst nicht zu uns. Menschen, mit denen so gesprochen wird, fühlen sich oft ausgegrenzt. Auch das ist eine Form von Alltagsrassismus.

Was kann man gegen Alltagsrassismus tun?

Vater mit dunkler Hautfarbe, seine weiße Frau und ihre gemeinsame Tochter sitzen auf dem Sofa und lesen zusammen in einem Buch.

Helden mit verschiedenen Hautfarben in Kinderbüchern zeigen, dass alle Menschen zu unserer Gesellschaft dazugehören.

Manchmal können schon Kleinigkeiten gegen Alltagsrassismus helfen. Fragt beim Malen jemand nach dem Stift in Hautfarbe, kann man zurückfragen: Welche Hautfarbe möchtest du denn haben? Damit macht man klar: Es gibt ganz viele Hautfarben, die alle normal und richtig sind. Wenn man rassistische Situationen mitbekommt, sollte man sich, wenn möglich, für diese Person einsetzen. Ist man selbst betroffen ist, kann man auf die eigene Situation aufmerksam machen und sich an Lehrer oder Eltern wenden.

Stand: 11.01.2021, 15:01

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