Arbeitslosigkeit

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
R
S
T
U
W
V
Z

Arbeitslosigkeit

Das Eingangsschild der Agentur für Arbeit in Leipzig

Die Agentur für Arbeit unterstützt Menschen, die arbeitslos geworden sind

Über zwei Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. So lange sie keine neue Arbeit gefunden haben, bekommen sie Geld vom Staat – das Arbeitslosengeld. Das nimmt der Staat aus seinen Steuereinnahmen und aus den Beiträgen zur so genannten Arbeitslosenversicherung. In diesen großen Topf zahlen alle, die Arbeit haben, jeden Monat eine bestimmte Summe ein. Werden diese Menschen dann arbeitslos, können sie bei der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld beantragen. Wie viel Geld man bekommt, hängt davon ab, wie viel man vorher verdient hat und auch davon, wie lange man arbeitslos bleibt. Während man ein Jahr lang das Arbeitslosengeld I bekommt, gibt es danach nur noch einen kleineren Teil dessen – das Arbeitslosengeld II, das auch Hartz IV genannt wird.

Warum gibt es so viele Arbeitslose?

Dass in Deutschland so viele Menschen arbeitslos sind, hat verschiedene Gründe. Früher wurden zum Beispiel sehr viele Produkte, wie etwa Autos oder Kühlschränke, in Fabriken von Arbeitern zusammen gebaut. Heute haben Roboter diese Aufgaben übernommen, denn das kostet die Unternehmen weniger Geld: Robotern muss man keinen Lohn zahlen und sie können rund um die Uhr arbeiten. Das Gleiche gilt für Computer: Sie übernehmen mittlerweile eine große Menge Arbeit, die früher von Menschen gemacht wurde.

Ein Register mit Hunderten von gelben Akten

Die Agentur für Arbeit verwaltet die Akten von Millionen Arbeitslosen

Ein anderes Beispiel sind Unternehmen, die gar nichts mehr in Deutschland herstellen, sondern in andere Länder umziehen, in denen sie ihren Mitarbeitern weniger Lohn zahlen. Es gibt nämlich Länder, in denen Menschen bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten als in Deutschland. Wenn aber hier in Deutschland immer weniger Menschen Arbeit haben, gibt es auch immer weniger Menschen, die Geld haben, um neue Sachen zu kaufen, zum Beispiel Autos. Dadurch haben dann auch die Fabriken weniger zu tun. Wenn es den Fabriken schlecht geht, führt das dazu, dass es auch der Wirtschaft insgesamt schlechter geht. Dann müssen viele Unternehmen Mitarbeiter entlassen, weil sie zu wenige Aufträge haben. Das war vor ein paar Jahren, nämlich nach 2008 der Fall, als es eine schwere Wirtschaftskrise gab.

Probleme für Alte und schlecht Ausgebildete

Eine Warteschlange im Flur einer Agentur für Arbeit; Rechte

Viele junge und alte Menschen sind auf der Suche nach einem Job

Mittlerweile geht es der deutschen Wirtschaft besser, und viele Unternehmen stellen wieder neue Mitarbeiter ein. Eine Arbeitsstelle zu finden, ist für viele Arbeitslose trotzdem nicht einfach. Besonders ältere Menschen haben Probleme, eine Stelle zu bekommen, denn die Firmen suchen vor allem junge Mitarbeiter: Sie glauben, dass die schneller arbeiten und nicht so oft krank sind. Es gibt aber auch junge Menschen, die keinen Arbeitsplatz finden. Wer schlechte Schulnoten und keine Berufsausbildung hat, hat kaum Chancen, eingestellt zu werden. In Deutschland wird auch oft von einem Mangel an Fachkräften gesprochen. Zum Teil stellen Unternehmen für besondere Positionen deshalb auch Menschen aus dem Ausland ein, weil sie eine bestimmte Ausbildung und spezielle Qualifikationen haben.

Stand: 18.03.2010, 15:12

Darstellung: