Atomwaffensperrvertrag

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Atomwaffensperrvertrag

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 begann der Kalte Krieg zwischen dem so genannten Ostblock und den Westmächten. Den Ostblock bildeten die Sowjetunion und einige verbündete Länder, wie zum Beispiel Ungarn und Polen. Die Westmächte waren die USA und mehrere Verbündete, wie etwa Frankreich oder Großbritannien.

Nur Drohungen, keine Kämpfe

Atompilz über Hiroshima

Atombomben gehören zu den gefährlichsten Waffen der Welt. 1945 starben in Japan hunderttausende Menschen durch eine solche Bombe

In diesem Kalten Krieg wurde gedroht, aber nicht gekämpft; die Waffen blieben sozusagen 'kalt'. Aber die Drohungen wurden sehr gefährlich: Die Länder bauten Atomwaffen, um einander Angst zu machen; es kam zu einer Art Wettbewerb, wer die meisten und größten Atomwaffen besaß. Irgendwann besaßen sie so viele von diesen gefährlichen Waffen, dass sie damit die ganze Welt hätten zerstören können.

180 Länder haben unterschrieben

Der deutsche Botschafter Rolf Paul unterschreibt Atomwaffnsperrvertrag. Neben Ihm sitzt der damalige amerikanische Außenminister

1969 unterzeichnet Deutschland den Atomwaffensperrvertrag - Botschafter Rolf Paul unterschreibt in Washington

So durfte es nicht weiter gehen: 1968 beschlossen die USA, Großbritannien und die Sowjetunion den Atomwaffensperrvertrag. Darin legten sie fest, die meisten ihrer Atomwaffen zu zerstören und kein Material, wie zum Beispiel Uran, zum Bau dieser gefährlichen Waffen an andere Länder weiter zu geben. Viele andere Staaten schlossen sich dem Vertrag an; auch Länder, die selber gar keine Atomwaffen besaßen: Sie versprachen dadurch, keine Atomwaffen zu bauen oder zu kaufen. Bis heute haben 191 Länder den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben. Nordkorea trat 2003 aus dem Vertrag aus, der Status des Landes wird seitdem offen gehalten. Ob sich die Länder auch wirklich an den Vertrag halten, wird regelmäßig von Experten kontrolliert.

Stand: 22.10.2019, 17:37

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