Bahn | Deutsche Bahn

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Bahn | Deutsche Bahn

Ein roter Zug der Deutschen Bahn fährt in einen Tunnel.

Die Deutsche Bahn bringt jeden Tag Hunderttausende Menschen ...

Die Deutsche Bahn AG wird oft einfach nur "Die Bahn" genannt. Sie ist das zweitgrößte Transportunternehmen der Welt: Jedes Jahr reisen etwa 1,8 Milliarden Menschen mit der Bahn. Das Unternehmen transportiert mit ihren Zügen aber nicht nur Reisende, sondern auch sehr viele Güter und Waren, zum Beispiel Autos, Lebensmittel oder Holz.

Vom Staatsbetrieb zum Wirtschaftsunternehmen

Mehrere beladene Güterzüge stehen nebeneinander

... und unzählige Waren an ihr Ziel

Lange Zeit war die Bahn ein so genannter "Staatsbetrieb": Die Züge, Schienen und Bahnhöfe gehörten dem Staat. Alle Mitarbeiter der Bahn waren damals Beamte. So nennt man Menschen, die für den Staat arbeiten und von ihm dafür bezahlt werden, zum Beispiel Polizisten, Richter oder Lehrer. 1994 wurde die Bahn privatisiert. Privatisierung bedeutet, dass ein Staat Teile seines Vermögens an Privatpersonen oder Firmen verkauft, etwa um Schulden zu bezahlen. Weil man Beamten aber nicht kündigen darf, arbeiten bei der Deutschen Bahn noch immer fast 60.000 Beamte.

Jedes Jahr wird verhandelt

Portrait von Rüdiger Grube.

Er leitet die Deutsche Bahn AG: Rüdiger Grube

Die meisten Mitarbeiter der Deutschen Bahn sind aber keine Beamten, sondern normale Angestellte. Wie lange sie arbeiten müssen und wie viel sie verdienen, steht in einem Tarifvertrag. Der gilt mindestens ein Jahr. Dann muss über einen neuen Vertrag diskutiert werden: Bei Tarifverhandlungen treffen sich die Chefs der Deutschen Bahn mit Vertretern der Gewerkschaften, die stellvertretend für die Mitarbeiter sprechen. Wenn die Chefs der Bahn die Forderungen der Mitarbeiter nicht erfüllen wollen, drohen die Gewerkschaften oft mit einem Streik.

Züge stehen still

Eine Anzeigetafel in einem Bahnhof

Wenn die Bahn-Mitarbeiter streiken, fallen viele Züge aus oder sind verspätet

In den letzten Jahren gab es schon einige große Bahnstreiks, bei denen die meisten Lokführer und Schaffner nicht mehr zur Arbeit gekommen sind. Nur die Beamten unter ihnen haben weiter gearbeitet, denn genau wie Polizisten oder Richter dürfen sie nicht streiken. Bei einem Bahnstreik können die meisten Züge nicht fahren, und viele Menschen kommen zum Beispiel nicht pünktlich zur Arbeit. Außerdem bleiben manche Waren liegen, die eigentlich mit der Bahn transportiert werden sollen.

Stand: 19.03.2010, 10:30

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