Bundeswehr

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Bundeswehr

Bundeswehrsoldat mit Helm und Gewehr.

In Afghanistan setzt sich die Bundeswehr für die Sicherheit und den Aufbau des Landes ein

Der Begriff ‚Bundeswehr’ bezeichnet die deutschen Streitkräfte, also das deutsche Militär. Die Hauptaufgabe der Bundeswehr ist es, Deutschland im Fall eines Angriffes zu verteidigen. Sie wird aber auch bei Katastrophen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, eingesetzt. Seit 1991 beteiligt sich die Bundeswehr außerdem an Friedenseinsätzen der UNO oder der NATO auf der ganzen Welt, etwa in Afghanistan. Den Oberbefehl über die Bundeswehr hat der Bundesverteidigungsminister. In einem Kriegsfall würde die Bundeskanzlerin das Kommando übernehmen.

Heer, Luftwaffe und Marine

Drei Marinesoldaten auf kleinem Boot, im Hintergrund ist ein Kriegsschiff der Bundeswehr zu sehen.

Vor der afrikanischen Küste beteiligt sich die deutsche Marine an einem Einsatz, der die Schifffahrt vor Piraten schützen soll

Die Bundeswehr besteht aus drei Teilen: dem Heer, der Luftwaffe und der Marine. Zum Heer gehören alle Angehörigen der Bundeswehr, die für Einsätze an Land ausgebildet sind, zum Beispiel Panzerfahrer. Die Luftstreitkraft der Bundeswehr ist die Luftwaffe. Zu ihr gehören zum Beispiel Piloten oder Flugzeugmechaniker. Alle Bundeswehrangehörigen, die ihren Dienst auf einem Schiff leisten, gehören den Seestreitkräften, also der Marine an.

Wehrpflicht und Zivildienst

Ein Zivildienstleistender hockt neben einer alten Frau, die im Rollstuhl sitzt.

Zivildienstleistende haben oft in Altenheimen oder Krankenhäusern gearbeitet

Kurz nach der Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 wurde in Deutschland die Wehrpflicht eingeführt. Alle Männer ab 18 Jahren waren dazu verpflichtet, für eine bestimmte Zeit Wehrdienst zu leisten und sich von der Bundeswehr zu Soldaten ausbilden zu lassen. Nach dem Wehrdienst durften sie die Bundeswehr wieder verlassen, oder freiwillig länger beim Militär bleiben. Männer, die sich weigerten, zur Bundeswehr zu gehen, konnten einen Ersatzdienst, den so genannten Zivildienst leisten. 2011 wurde die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft. Wer möchte, kann seitdem freiwillig zur Bundeswehr gehen und dort als Berufssoldat oder Soldat auf Zeit arbeiten.

Frauen in der Bundeswehr

Zwei junge Soldatinnen gucken aus einem Zelt.

Der Anteil der Frauen in der Bundeswehr wächst. An gefährlichen Auslandseinsätzen sind die Soldatinnen nur selten beteiligt

Bis 2001 durften Frauen in Deutschland keine militärischen Aufgaben übernehmen. Das bedeutete, dass sie vom Dienst mit einer Waffe ausgeschlossen waren. In der Bundeswehr konnten sie deshalb nur als Sanitäterinnen oder zum Beispiel in der Verwaltung arbeiten. Nachdem der Europäische Gerichtshof im Jahr 2000 entschieden hatte, dass diese Regelung gegen die Gleichheit von Männern und Frauen verstößt, wurde der entsprechende Abschnitt im Grundgesetz geändert. Seitdem dürfen auch Frauen alle Dienste in der Bundeswehr ausüben. Im Gegensatz zu den Männern dürfen sie aber niemals zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.

Stand: 19.03.2010, 15:06

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