China

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China

Chinesische Nationalflagge

Der große Stern auf der chinesischen Nationalflagge steht für die Kommunistische Partei, die vier kleinen für Klassen in der Gesellschaft

China ist ein Land in Asien. Und es ist das Land mit den meisten Einwohnern auf der ganzen Welt: Fast 1,4 Milliarden Menschen leben dort, das sind rund 16 mal so viele wie bei uns in Deutschland. Dabei ist China aber nicht das größte Land – Russland, Kanada und die USA sind noch größer. China wird auch das ‚Reich der Mitte genannt’, weil die Leute früher dachten, dass sie in der Mitte der Welt leben. Die Menschen in China sprechen chinesisch, ihre Hauptstadt ist Peking – was auf chinesisch ‚Beijing’ heißt. Weil in China so viele Menschen leben und es immer mehr werden, sollen Familien nur noch ein Kind bekommen. Dazu gibt es sogar ein richtiges Gesetz: Wer mehr als ein Kind bekommt, muss eine hohe Strafe zahlen.

Vom Kaiserreich zur Volksrepublik

Bis vor ungefähr 85 Jahren wurde China von einem Kaiser regiert. Danach machte 1949 der damalige Regierungschef Mao Zedong China zu einer Volksrepublik, also zu einem kommunistischen Land. Das bedeutet, dass alle Menschen in China gleich sein sollten – egal welcher Abstammung sie waren oder welchen Beruf sie hatten. Niemand durfte etwas eigenes besitzen – alles sollte allen gehören. Mao Zedong sorgte anfangs dafür, dass kein Chinese im Land hungern musste und alle eine Arbeit hatten – am besten als einfache Bauern und Arbeiter.

Mao Zedong

Künstler, Schriftsteller oder Professoren zum Beispiel mochte Maos Regierung dagegen gar nicht – auch sie sollten mit ihren Händen für China arbeiten. Mao vernichtete viele Bücher und Kunstwerke, weil er sie für überflüssig hielt und weil er Angst hatte, dass jemand etwas schlechtes über ihn und seine Regierung schreiben könnte. Wer die Regierung kritisierte, wurde verhaftet und hart bestraft.

Große Hungersnot

Skyline in Peking.

In Peking stehen viele moderne Hochhäuser ...

Mao wollte, dass China wieder ein mächtiges Land wird und kurbelte zum Beispiel die Stahlproduktion an. Weil er nicht genug Arbeiter hatte, schickte er auch die Bauern in die Stahlfabriken. Und so konnte sich niemand mehr um die Felder kümmern. Es gab keine Ernten und die Menschen hatten nichts zu essen: viele Millionen Menschen starben in einer der größten Hungersnöte. Das war nur einer von Mao Zedongs Plänen, die seinem Land schadeten. Trotzdem blieb er fast 30 Jahre lang an der Macht – bis er 1976 starb.

Der Wandel

Frau schiebt mit dem Fahrrad durch eine arme, herunter gekommene Straße

... aber auch immer noch arme Viertel wie dieses

Noch heute ist China ein kommunistisches Land, regiert von der Kommunistischen Partei Chinas. Die Partei besetzt alle wichtigen Positionen im Land und trifft alle grundsätzlichen Entscheidungen, wie unter Mao. Vor etwa dreißig Jahren hat der Politiker Deng Xiaoping aber wichtige Neuerungen beschlossen. Das Ziel war China zu modernisieren und das Land “reich und stark” zu machen. Deshalb dürfen die Chinesen seitdem zum Beispiel auch Geld für sich selbst verdienen, Geschäfte und Firmen eröffnen und Wohnungen kaufen. Vielen Menschen in China geht es durch die Öffnung des Landes heute besser als früher.

China und die Menschenrechte

Portrait Xi Jinping

Seit 2013 ist er der Staatspräsident Chinas: Xi Jinping

Obwohl das Land viel freier geworden ist, kontrolliert die Kommunistische Partei die Menschen in China in fast allen Lebensbereichen. Zum Beispiel bekommen chinesische Zeitungen immer noch genaue Anweisungen, worüber sie berichten dürfen und worüber nicht. Noch heute gibt es für über 70 Vergehen die Todesstrafe. Menschen, die die Regierung Chinas kritisieren oder über Missstände im Land sprechen, können ins Gefängnis geschickt werden. Verschiedene Organisationen beschuldigen China deshalb, dass sie sich nicht an ihr Versprechen halten, die Menschenrechte zu achten. Offiziell hat China die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen anerkannt.

Konflikt um Tibet

2008 finden in China die Olympische Spiele statt. Beim Fackellauf vor Beginn der Spiele gab es einige Demonstrationen und Ausschreitungen, weil China seit langer Zeit in einem Konflikt mit der Region Tibet steckt. Es gibt immer wieder Streit und Kämpfe um die Frage, wem Tibet gehört und wer es regieren soll. Die chinesische Regierung meint, dass Tibet zu China gehört. Einige Einwohner Tibets möchten frei und unabhängig sein.

Kartenausschnit, auf dem Tibet, China und Nepal zu sehen sind

China mehr als neun Millionen Quadratkilometer groß

Durch die Olympischen Spiele schaut im Jahr 2008 die ganze Welt auf China und deshalb auch auf den Konflikt mit Tibet. Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob es richtig ist, dass die Olympischen Spiele in China stattfinden. Manche fordern einen Olympiaboykott. Das bedeutet, Sportler sollen die Spiele boykottieren, also nicht an ihnen teilnehmen.

Stand: 22.03.2010, 14:50

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