Fahrradverkehr

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Fahrradverkehr

Hochrad lehnt an Geländer

Während beim sogenannten Hochrad Ende des 19. Jahrhunderts das Hinterrad noch deutlich kleiner war als das Vorderrad, wurden die Reifengrößen bis zum modernen Fahrrad immer mehr angeglichen.

Seit rund 150 Jahren fahren wir Menschen Fahrrad – und das hat viele Vorteile: Radfahren schont die Umwelt, es ist leise, Fahrräder nehmen in Städten wenig Platz weg, wir Menschen bleiben in Bewegung und kommen auch in engen oder vollen Straßen flexibel und schnell von A nach B. Allerdings ist es nicht immer leicht als Radfahrer, sicher durch den Straßenverkehr zu kommen.

Warum Radfahren oft nicht richtig sicher ist

Drei Kinder (von hinten) fahren mit Fahrrädern nebeneinander her, alle drei tragen Schulranzen und Fahrradhelme.

Fahrradfahren kann gefährlich werden. Deshalb ist es wichtig, dabei immer einen Helm zu tragen.

In Deutschland gibt es häufig viel zu wenige Radwege, so dass man entweder auf der Straße oder auf dem Bürgersteig fahren muss. Wenn es Radwege gibt, sind sie oft sehr schmal, kaputt oder ihre Markierung ist kaum zu erkennen. Radfahrer sind im Verkehr deshalb oft leicht zu übersehen. Bei Zusammenstößen mit Autos oder LKW haben sie keine Chance. Rund 400 Radfahrerinnen und Radfahrer sind 2018 tödlich verunglückt. Damit ihnen das nicht passiert, lassen viele das Fahrrad gleich ganz stehen. Nur rund jeder zehnte Verkehrsteilnehmer in Deutschland ist mit dem Fahrrad unterwegs. Stattdessen stehen Autos in langen Staus, ihre Abgase verpesten die Luft und das ist schlecht für die Umwelt. Viele Expertinnen und Experten meinen: Stiegen deutlich mehr Menschen aufs Fahrrad um, hätten wir auch weniger Probleme im Straßenverkehr.

Kopenhagen und Amsterdam – Vorbilder im Radverkehr

Fahrradfahrer in Kopenhagen.

In Kopenhagen kann man sogar seinen Müll ganz entspannt vom Rad aus entsorgen, weil viele Mülleimer extra dafür angebracht wurden.

Radwege gelten heute als besonders sicher, wenn sie ganz klar vom Verkehr getrennt sind – zum Beispiel durch Bordsteine. In der dänischen Stadt Kopenhagen oder im niederländischen Amsterdam gibt es schon deutlich mehr sichere Radwege als bei uns. Außerdem gibt es für Radler viele andere Vorteile, die die Fahrt mit dem Rad besonders bequem machen: In Kopenhagen sind Ampeln zum Beispiel so eingestellt, dass Radfahrer häufig grün haben. Und erwischt man doch mal eine rote Ampel, gibt es praktische Fußstützen am Gehweg, damit man schnell wieder in Fahrt kommt. Fahrräder können auch kostenlos in S-Bahnen mitgenommen werden und es gibt jede Menge Räder zum Mieten sowie kostenlose Stationen, an denen man sein Rad aufpumpen kann. Besonders schnell und sicher kann man Strecken übrigens auf sogenannten Radschnellwegen zurücklegen. In den Niederlanden gibt es die schon im ganzen Land und das lohnt sich, wie Studien zeigen. Wenn der Radweg nämlich eine sehr schnelle und dazu noch sichere Verbindung ist, dann steigen Menschen sogar für längere Strecken aufs Fahrrad um.  Auch in Deutschland soll es in Zukunft mehr dieser Radschnellwege geben.

Stand: 28.05.2019, 11:53

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