Fast Fashion

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Fast Fashion

T-Shirts in verschiedenen Farben hängen auf einer Kleiderstange, davor Preisschild 7 Euro.

Schnäppchen-Preise verführen uns zum Kauf

‚Fast Fashion‘ ist Englisch und bedeutet übersetzt ‚schnelle Mode‘. Der Begriff kommt daher, dass große Ketten wie H&M, Zara oder Primark ihre Kleidung immer schneller herstellen. Das Fast-Fashion-Prinzip: Erst gucken sich die Designer der großen Ketten die neusten Trends zum Beispiel auf Modewochen ab. Dann lassen sie extrem schnell ihre eigene Kleidung entwerfen und nähen. So hängen schließlich alle paar Wochen neue Kleidungsstücke auf den Stangen – und zwar zu sehr günstigen Preisen!

Schnelle Mode um jeden Preis

Damit die Fast-Fashion-Unternehmen ihre Kleidung so billig verkaufen können, lassen sie sie zum Beispiel in China oder in Bangladesch produzieren. Denn dort sind die Löhne deutlich billiger als zum Beispiel bei uns in Deutschland. Für die Näherinnen in den Fabriken ist es erst mal gut, wenn in ihrem Land produziert wird, denn sie haben nun einen Job. Leider sind aber die Arbeitsbedingungen oft sehr schlecht. In Bangladesch arbeiten viele Näherinnen sechs Tage in der Woche. Und das über zehn Stunden am Tag. Trotzdem verdienen sie nur etwa 50 Euro im Monat.

Hände am Gürtel einer Jeanshose im Used-Look.

Bei der Produktion von Jeans im Used-Look atmen die Fabrikarbeiter giftigen Quarzstaub ein, der eine tödliche Lungenkrankheit verursachen kann

Auch die Gesundheit vieler Fabrikarbeiter wird durch die Arbeit gefährdet. Sie atmen zum Beispiel giftige Stoffe ein, die beim Färben und der Bearbeitung der Kleidung entstehen. Diese Chemikalien belasten auch die Umwelt. Denn das Abwasser der Fabriken wird oft direkt in Flüsse geleitet, die dadurch vergiftet werden. Sehr viele Kleidungsstücke, die wir in Deutschland kaufen, werden unter solchen Bedingungen hergestellt – darunter auch teure Markenklamotten. Bei Billig-Kleidung kommt aber hinzu, dass die Qualität oft schlecht ist. Die Klamotten gehen dann schneller kaputt und landen oft schon nach ein paar Mal tragen im Müll.

Shoppen ohne schlechtes Gewissen

Bei den großen Fast-Fashion-Ketten einzukaufen ist verlockend, denn die Preise sind oft unschlagbar günstig und man findet so ziemlich jeden Trend. Natürlich ist es auch völlig okay, sich ab und zu mal ein neues Kleidungsstück zu gönnen. Aber Fast-Fashion-Mode shoppen ist nicht die einzige Möglichkeit, um an coole Klamotten zu kommen. Ihr könnt zum Beispiel auch auf Kleidertauschbörsen und in Second-Hand-Läden stöbern. Mit etwas Glück könnt ihr da tolle Sachen finden – und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.

3 Siegel nebeneinander: Fairtrade, GOTS und IVN.

Kleidung mit diesen Siegeln wird unter fairen Arbeitsbedingungen und ohne Einsatz von Chemikalien hergestellt

Außerdem könnt ihr alte Kleidungsstücke auch upcyclen, also aus alten neue nähen. Wer in Sachen Handarbeit nicht so fit ist, aber trotzdem umweltfreundlich shoppen möchte, kann beim Einkauf auf Kleidung mit Gütesiegeln achten.

Stand: 08.09.2014, 10:15

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