Griechenland

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Griechenland

Weiß getünchte griechische Mühle vor tiefblauem Himmel.

In Griechenland wird es im Sommer sehr heiß. Viele Häuser sind deshalb weiß gestrichen: die Farbe reflektiert das Sonnenlicht und hilft so, die Hitze abzuhalten

Griechenland ist ein Land am Mittelmeer und liegt im Südosten von Europa. Es besteht aus einem Festland, der Halbinsel Peloponnes und vielen kleinen Inseln. In Griechenland leben etwa elf Millionen Menschen, mehr als drei Millionen von ihnen wohnen im Großraum der Hauptstadt Athen. Griechenland ist ein Urlaubsland: Jedes Jahr verbringen Millionen Touristen ihre Ferien an den Küsten und besuchen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Griechenland ist Mitglied in der Europäischen Union. Man bezahlt dort mit dem Euro.

Griechenland hat eine besondere Geschichte

Der Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen.

Der Parthenon-Tempel ist eins von zahlreichen Bauwerken der antiken Griechen, die man sich heute noch ansehen kann. Er wurde im fünften Jahrhundert v.Chr. gebaut.

Während der Antike, die etwa im 8. Jahrhundert vor Christus begann, war das damalige Griechenland mächtig und bedeutend. Zahlreiche Entdeckungen und wissenschaftliche Erkenntnisse der antiken Griechen haben bis heute Einfluss auf unser Leben: In Griechenland wurde zum Beispiel die Demokratie erfunden. Auch die Olympischen Spiele fanden zum ersten Mal in Griechenland statt. Sie haben ihren Namen von der Stadt Olymp, in der die Spiele ausgetragen wurden. Viele berühmte Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles, Dichter wie Homer oder Wissenschaftler wie Archimedes und der Mathematiker Pythagoras lebten im antiken Griechenland. Im Jahr 146 vor Christus übernahmen die Römer die Vorherrschaft in Griechenland. Danach nahm der Einfluss der griechischen Kultur ab.

Griechenland hat viele Schulden

Demonstranten mit griechischer Fahne.

Die Griechen sind sauer und gehen auf die Straße: Durch die Sparmaßnahmen haben viele weniger Geld oder sogar ihre Arbeit verloren.

Der griechische Staat hat Jahre lang mehr Geld ausgegeben, als er eingenommen hat und viele Schulden angehäuft. Seit dem Jahr 2010 ist die Situation in Griechenland immer wieder kritisch: Weil das Land kaum noch in der Lage dazu war, die anfallenden Raten für seine Schulden zu bezahlen, bat die griechische Regierung die Länder der Europäischen Union um Hilfe. Seitdem bekommt Griechenland viele Milliarden Euro von der EU geliehen. Um den Staatshaushalt zu stabilisieren und die Schulden abzubauen, wurden in Griechenland zahlreiche Sparmaßnahmen beschlossen. Überwacht wurde die Umsetzung von der so genannten Troika, einem Zusammenschluss aus EU-Institutionen und dem internationalen Währungsfonds.

Ein schwieriger Weg aus der Krise

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras im Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Juncker und dem französischen Präsidenten Hollande.

In immer neuen und meist anstrengenden Verhandlungsrunden versuchen die griechische Regierung und die EU, eine Lösung für die Krise zu finden

Viele Griechen sind mit den Einsparungen sehr unzufrieden. Anfang 2015 wählte die griechische Bevölkerung daher das Syriza-Bündnis unter Alexis Tsipras in die Regierung. Tsipras lehnt die Sparvorgaben der Troika generell ab und würde gerne durchsetzen, dass den Griechen alle Schulden erlassen werden. Die Mehrheit der griechischen Bevölkerung sprach sich in einer Volksabstimmung ebenfalls gegen die Sparvorschlägen der EU aus. Die EU ist aber gegen einen so genannten Schuldenschnitt und erwartet weiterhin Reform- und Sparpläne von den Griechen. Erst seitdem Tsipras der EU im Juli 2015 mit eigenen Sparvorschlägen stark entgegen gekommen ist, kann Griechenland mit einem weiteren Hilfsprogramm rechnen.

Stand: 23.03.2010, 11:15

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