Hitze in der Stadt

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Hitze in der Stadt

Heiß, heißer, Hitzesommer! Nirgendwo spürt man die Hitze mehr als in den Städten. Die verwandeln sich im Sommer in Backöfen und sogar nachts kommt man dort aus dem Schwitzen nicht heraus.

Die Innenstadt wird zur Wärmeinsel

Zwei Menschen sitzen mit Füßen im Wasser an Brunnen in einer Innenstadt.

Betonwüsten in der Stadt – an heißen Sommertagen steigen die Temperaturen hier besonders stark an.

Das Klima in einer Stadt hängt stark mit der Bauart der Häuser, dem Verkehr und den bebauten Flächen zusammen. Asphaltierte Straßen und Beton speichern die Sonnenenergie. Je dunkler sie sind, desto stärker heizen sie sich auf. Weil Häuser in Städten außerdem meist eng nebeneinander gebaut werden, weht dort selten kühlender Wind. Hinzu kommt, dass viele Böden in der Stadt mit Pflastersteinen und Asphalt verschlossen werden. Wasser aus dem Boden kann daher nicht verdampfen und die Luft abkühlen. Das alles führt dazu, dass sich eine Stadt immer weiter aufheizt. Sie wird zu einer regelrechten Wärmeinsel, denn in der Innenstadt ist es viel wärmer als am Stadtrand und im Umland.

20 Grad und wärmer – Tropennächte rauben uns den Schlaf

Baby liegt in Body ohne Decke im Bett.

Bei extremer Hitze fällt es uns schwer, einen erholsamen Schlaf zu finden.

Vor allem nachts ist dieser Unterschied besonders groß. Im Umland wird die Luft von Wiesen und Feldern gekühlt. In der Stadt haben die Gebäude aber die Wärme des Tages gespeichert und geben sie auch nach Sonnenuntergang noch ab. Das führt dazu, dass es in großen Städten nachts bis zu 10 Grad wärmer ist als im Umland. Solche Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken, nennt man 'Tropennächte'. Und die können zu einem Problem für Menschen in Großstädten werden. Denn wenn es heiß ist, können wir nicht gut schlafen. Unser Körper kann sich nicht erholen. Für alte und kranke Menschen kann das zu Problemen des Herz-Kreislaufsystems führen.

Abkühlung durch mehr Grün

Ein Haus ist komplett mit einer grünen Pflanze bewachsen.

Begrünte Fassaden heizen nicht so stark auf und wirken sogar abkühlend.

Für Abkühlung sorgen dagegen Bäume in der Stadt und begrünte Dächer und Fassaden. Bäume und Sträucher werfen Schatten und verdunsten Wasser. Luft und Oberflächen heizen dadurch nicht so sehr auf und kühlen schneller ab. Auch begrünte Flachdächer verbessern das Stadtklima. Anders als bei schwarzer Dachpappe, bleiben die Pflanzendächer länger kühl: denn sie speichern das Regenwasser und kühlen die Umgebung, indem sie es wieder verdunsten.

Stand: 24.08.2020, 14:27

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