Kinderhospiz

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Kinderhospiz

Eingangschild zu einem Kinderhospiz.

In Kinderhospizen werden schwerkranke Kinder und ihre Familien betreut.

Ein Hospiz ist ein Ort, an dem sterbenskranke Menschen für eine bestimmte Zeit leben. Das Wort Hospiz kommt vom lateinischen Begriff hospitium. Das bedeutet „Herberge“. Sehr kranke Erwachsene verbringen in einem Hospiz in der Regel die letzten Tage ihres Lebens. Ein Kinderhospiz besuchen erkrankte Kinder dagegen oft schon, sobald ihre Krankheit entdeckt wurde – zum Beispiel, um für ein paar Wochen Urlaub zu machen.

Ein wichtiger Ort für schwerkranke Kinder

Eingangschild zu einem Kinderhospiz.

In einem Kinderhospiz können die Kinder rund 28 Tage im Jahr aufgenommen werden.

Die erkrankten Kinder werden im Kinderhospiz rund um Uhr von Pflegerinnen und Pflegern betreut. Sie können spielen, wenn ihre Gesundheit es erlaubt, und nehmen an Musik- oder Schwimmtherapiestunden teil. Die Aufgabe eines Hospizes ist, die verbleibende Lebenszeit der sterbenskranken Kinder so schmerzfrei, entspannt und schön wie möglich zu gestalten.

Entlastung für die ganze Familie

Kinderhospiz Balthasar in Olpe.

Das Kinderhospiz Balthasar in Olpe war das erste Kinderhospiz in Deutschland.

Das weltweit erste Kinderhospiz wurde in Großbritannien eröffnet. Seit dem Jahr 1998 gibt es auch in Deutschland Kinderhospize. Über 100 Einrichtungen sind es inzwischen. 14 davon sind sogenannte stationäre Kinderhospize. Dort können nicht nur die erkrankten Kinder Zeit verbringen, sondern auch ihre Eltern und Geschwister. Weil das erkrankte Kind gut betreut ist, können sie Dinge unternehmen, die sonst oft nicht möglich sind, zum Beispiel Fahrradtouren machen oder einen Tag am Strand verbringen. In vielen Hospizen gibt es sogar ein eigenes Freizeitprogramm für die Geschwister, wo es nur um sie geht – anders als im Alltag, wo häufig das erkrankte Kind die ganze Aufmerksamkeit der Familie braucht. Auch die Eltern können sich im Hospiz entspannen, endlich mal ausschlafen und wieder neue Kraft für den Alltag tanken.

Die letzten Lebenstage im Hospiz

Kleiner weißer Engel aus Stein wirft eine Kusshand.

In vielen Hospizen gibt es einen Ort, an dem an alle Kinder, die im Hospiz gestorben sind, erinnert wird.

Einige Kinder verbringen auch ihre letzte Lebensphase im Kinderhospiz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen sie und ihre Familien dann ganz besonders. Eltern und Geschwister können hier nochmal intensiv Zeit miteinander verbringen und sich in Ruhe von dem erkrankten Kind verabschieden. Nach dem Tod des Kindes werden sie im Kinderhospiz nicht alleine gelassen, sondern in ihrer Trauer begleitet.

Stand: 03.09.2018, 15:13

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