Lärm

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
R
S
T
U
W
V
Z

Lärm

Blick auf eine Autobahnbaustelle, PKW und LKW fahren vorbei.

Straßenverkehr und Baustellen haben Lärmwerte von 80 bis 100 Dezibel

Es gibt Geräusche, die wir als angenehm empfinden und denen wir manchmal stundenlang lauschen könnten, wie zum Beispiel Musik, Vogelgezwitscher oder Regenplätschern. Es gibt aber auch eine Menge Geräusche, die uns echt nerven können, wie zum Beispiel Straßenverkehr, tieffliegende Flugzeuge oder dröhnende Presslufthammer. Wenn wir Geräusche als störend empfinden, sprechen Experten von Lärm. Besonders in Großstädten ist Lärm ein Problem. Denn da herrscht eine ständige Geräuschkulisse, der wir uns oft nicht entziehen können. Das kann zum Beispiel zu Ärger, Unzufriedenheit und Unwohlsein führen.

Lärm kann krank machen

Blonder Junge hält sich die Ohren zu.

Unsere Ohren schlafen nie und nehmen ständig alle Geräusche in unserer Umgebung auf

Lärm kann krank machen. Unser Gehirn reagiert nämlich auf zu laute Töne, indem es Stresshormone in unser Blut ausschüttet. Die lassen das Herz schneller schlagen und erhöhen den Blutdruck. Der Körper ist dann gestresst und das ist auf Dauer ungesund. Es kann zu körperlichen Stress-Symptomen wie Kopfschmerzen, Nervosität, oder Kreislaufstörungen kommen.

Laustärke messen

Eine Hand hält ein Schallmessgerät, im Hintergrund fährt ein blauer LKW.

Die Kurzform der Einheit Dezibel ist dB

Geräusche entstehen durch Schwingungen und breiten sich in der Luft als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls, also die Lautstärke, kann man messen. Sie wird in der Größeneinheit Dezibel angegeben. Ein normales Gespräch hat etwa eine Lautstärke von 40 bis 60 Dezibel , ein fahrender PKW zwischen 60 und 80 und ein Düsenjet erreicht auch schon mal 150 Dezibel.

Lärm im Klassenzimmer – zu laut zum Lernen?

Blick von hinten auf ein Klassenzimmer.

Lärm im Klassenzimmer kann auch dafür verantwortlich sein, dass Schüler Schwierigkeiten mit dem Lesen oder Sprechen haben

Auch in Schulen ist Lärm ein großes Problem. Während des Unterrichts können es bei Gruppenarbeiten zum Beispiel schon mal 85 dB werden. Das ist so laut als stünde man nur 10 Meter neben einer laufenden Motorkettensäge. Wenn es an einem normalen Arbeitsplatz so laut ist, muss man sogar ein Gehörschutz tragen. Lärm im Klassenzimmer führt das dazu, dass sich viele Schüler nur schwer konzentrieren können und dem Unterricht vielleicht nicht richtig folgen können. Lehrer stresst der Lärmpegel im Klassenzimmer natürlich auch: Er ist ein Grund dafür, dass sie öfter krank sind oder früher in Rente gehen.

Den Lärm bekämpfen – Klassenräume leiser machen

Mit einem Schallmessgerät könnt ihr die Lautstärke in eurem Klassenzimmer messen und schauen wie laut es wirklich ist. Meistens kann man sich das Gerät bei der Stadtverwaltung oder im Baumarkt ausleihen. Sollte Lärm auch bei euch in der Klasse ein Problem sein, könnt ihr euren Klassenraum mit ein paar einfachen Handgriffen so verändern, dass nicht mehr ganz so viel Schall erzeugt wird. Ihr könnt zum Beispiel Teppiche auf den Boden legen, Vorhänge aufhängen oder eine Sitzecke mit Kissen gestalten. Aber Vorsicht: Vorher solltet ihr auf jeden Fall mit Lehrern und Hausmeistern sprechen, weil der Brandschutz beachtet werden muss. Auch Pinnwände im Raum saugen den Schall quasi auf – genauso wie Schaumstoff an der Decke – und Filzgleiter sorgen dafür, dass beim Rücken von Tischen und Stühlen nicht so ein Krach entsteht.

Stand: 23.03.2010, 12:22

Lexikonlinks

Darstellung: